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Turniere

Alles neu macht der Mai

Oberhaus-Saison beginnt mit vielen Neuerungen



Bild: Tirols Meister Adrian Gruber serviert in Telfs um Bundesligapunkte (kristen-images.com)


Keinen einzigen Aufschlag serviert und schon drei Punkte kassiert. Die Tennisdamen des IEV Tiroler Wasserkraft starten am 14. Mai mit einem Punkteguthaben in die neue Wettkampfsaison der 1. Bundesliga. Möglich, weil Meister Salzburg sein Team nach Nennungsschluss aus dem Bewerb zurückzog. Und das ist nicht die einzige Neuheit in der obersten österreichischen Spielklasse.
Deshalb steht jetzt schon fest, dass ein neues Meisterteam ermittelt wird und dass kein Team absteigen muss, weil die Liga im nächsten Jahr auf zehn Vereine aufgestockt wird. Außerdem werden die vier erstplatzierten Teams 2017 gleichzeitig mit den Herren in einem Final-4-Turnier die neuen Titelträger ermitteln.


"Diese Meisterschaftsform ist interessanter und kommt uns sehr entgegen", reagierte IEV-Mannschaftsführerin Martine Stauder auf die Neuerungen erfreut. "Damit erhalten die jungen Spielerinnen heuer eine große Chance, sich im Oberhaus zu bewähren". Jana Haid (Telfs) und Jana Jais (Augsburg) werden mit Heimkehrerin Hannah Ploner (Telfs) die IEV-Riege in der neuen Saison verstärken. Sie beginnt mit dem Heimspiel am 16. Mai gegen Wiener Neudorf. Das ursprünglich angesetzte Heimspiel gegen Salzburg am 14. Mai wurde - wie eingangs erwähnt - mit 3:0 Punkten für den IEV gewertet.

Erfreulich ist auch für Coach Stefan Schneck vom TC Wörgl, dass sich sein Team nicht mit der Abstiegsfrage befassen muss. Durch die Aufstockung in der 1. Liga wird es in der zweiten Bundesliga auch keinen Absteiger geben. Wörgl vertraut in der bereits am 7. Mai beginnenden Saison auf den bewährten Mix aus tiroler und deutschen Spielerinnen, verzeichnet mit Julia Thiem (nicht verwandt mit Österreichs Dominik Thiem) einen Neuzugang auf Position eins. Detail am Rande: In dieser Saison kann der TC Wörgl die Heimspiele auf der traditionellen Anlage in Bad Eisenstein bestreiten. Erst nach der Gemeinderatswahl dürfte die Entscheidung fallen, ob auf der Anlage die Bagger auffahren oder die traditionsreichen Plätze erhalten bleiben.


Traditionell baut der einzige Tiroler Herren-Club im Tennis-Oberhaus, nämlich der TC Telfs, in der 2. Bundesliga auf eine Mischung aus deutschen und heimischen Spielern. Mit Neuzugang Adrian Gruber (IEV), den Eigenbauspielern Julian Schubert und Yannick Pfleiderer, sowie den bewährten, von Dauerbrenner Daniel Lustig angeführten Kräften sollen die Weichen für einen Platz im Mittelfeld gelegt werden.


Zurück zum IEV Tiroler Wasserkraft. Nach dem Rückzug der Herrenmannschaft aus der Bundesliga fiel das mit großen Hoffnungen ausgestattete Tiroler Team auseinander. Der Traum von einer heimischen Mannschaft, die für größere Aufgaben aufgebaut werden sollte, fand spätestens seit dem Nennungsschluss für die Bundesliga Mitte Februar ein Ende. Alexander Erler (Salzburg), Matthias Haim (Scheibbs), Adrian Gruber (Telfs) und Matthias Raubinger (Vorarlberg) wanderten erwartungsgemäß ab. Mit den verbliebenen Spielern um Thomas Schiessling will der Traditionsverein aber den Landestitel in die Innsbrucker Reichenau holen. Das verspricht Spannung in der Tiroler Liga.


Robert Ullmann
(TTV-Pressereferent)

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