Liga

Aus sechs wurden drei

Future-Turniere nur mehr in Telfs, Kramsach und Innsbruck

Bild: Philipp Schroll erhielt für das Telfer Future-Turnier eine Wild Card. (Foto: Kristen-Images)


Nach den Absagen der beiden Seefelder Herrenturniere und des Damenturniers beim IEV Tiroler Wasserkraft finden in Tirol in diesem Jahr nur mehr drei Future-Turniere statt.


Ein Verlust, keine Frage. Für den Tiroler Tennissport, vor allem für die Hoffnungsträger, die auf dem Sprung zu einer internationalen Karriere stehen und dabei vor Ort, also ohne großen Reise- und Hotelkosten, um wertvolle ATP-Punkte kämpfen könnten. Ein Grund, so wird diskutiert, ist die ins Haus stehende ITF-Reform der Future-Turniere, wobei im Jahr 2017 das Preisgeld auf 15.000 Dollar pro Turnier erhöht werden wird.


Den offiziellen Grund für Seefelds diesjährige Absage erklärte Organisator Hakan Dahlbo mit der Tatsache, dass der ÖTV durch die Ansetzung der Österreichischen Meisterschaften Seefeld den Future-Termin (20. - 26. Juni) gestrichen habe. Seine Initiative im Jahr 2017, ein mit 50.000 Dollar dotiertes Challenger-Turnier zu organisieren war, wie eine Flucht nach vorne. Einerseits überraschend, andererseits ein mutiger Schritt nach vorne.


Einen Schritt zurück ging der TK IEV mit der Absage des Damenturniers. Präsident Harald Stauder: "Der Verein wird sich künftig auf die Damen-Bundesliga und das Herren-Future-Turnier konzentrieren." "Außerdem", meinte Stauder im Hinblick auf 2017, "sind 30.000 Dollar für zwei Turniere ein Betrag, der erst aufgetrieben werden muss." Beim IEV hat man jedenfalls nach Bekanntgabe der Reform sofort reagiert und das Damenturnier aus dem Kalender gestrichen.


Ein fixer Bestandteil im Kalender bleiben neben dem IEV die Herren-Future-Turniere in Telfs und Kramsach. Dietmar Härting vom TC Telfs will zum einen den heimischen Tennisfans internationale Tenniskost servieren, zum anderen dem Nachwuchs die Möglichkeit geben, vor der Haustüre ATP-Punkte zu sammeln. Auch die Preisgeld-Aufstockung sei zumindest für 2017 kein Hindernis, "weil die 20. Auflage dieses Turniers am Birkenberg auf jeden Fall durchgeführt wird." Wie es dann weitergeht "bleibt offen".


Werner Auer (TC Kramsach) betont, "dass Kramsach beleidigt wäre, wenn wir das Turnier nicht mehr durchführen würden". Er ist auch überzeugt, dass das erhöhte Preisgeld nicht nur 2017, sondern darüber hinaus finanziert werden kann.
Heuer beginnt der Future-Reigen in Tirol (jedes Turnier ist noch mit 10.000 Dollar dotiert) wieder in Telfs. Mit der Qualifikation am Samstag. "Der Cut fürs Hauptfeld könnte besser, aber auch schlechter sein", betont Härting, freut sich aber jetzt schon auf einen randvollen Turnierraster für die Qualifikation. Die Wild Card des Vereins wurde übrigens an Philipp Schroll vergeben.

Termine in Tirol
Telfs: 2. 7. - 9.7.
Kramsach: 9. 7. - 16. 7.
Innsbruck: 8. 8. - 14. 8.


Robert Ullmann
(Pressereferent des TTV)

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