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Turniere

Besucherrekord beim Generali Open Kitzbühel 2018

Generali Open Kitzbühel vom 28. Juli bis 4. August 2018

Zufriedene Veranstalter und Sponsoren: links vorne Signe Reisch, Viktoria Veider (GF Kitzbühel Tourismus), Arno Schuchter (Vorstandsmitglied Generali), Alex Antonitsch, Günther Eilenberger (Vzbgm. Kitzbühel) hintere Reihe v.l. Jorge Salkeld (Octagon) Herbert Günter und Markus Bodner (Veranstalter), Klaus Winkler (BGM Kitzbühel)//Credit:GEPA Pictures

Die 74. Auflage des Generali Open Kitzbühel schrieb Rekorde: Erstmals in der neuen Ära wurde die 50.000 Marke bei den Zuschauern geknackt. Trotz Rekordtemperaturen war der Center Court vier Mal in Folge ausverkauft, die Stimmung eine der besten auf der Tour. Aus sportlicher Sicht dominierte die unglaubliche Geschichte von Martin Klizan das Turnier: Der routinierte Qualifikant scheiterte beinahe in der ersten Runde der Kitzbühel-Qualifikation, nun feiert er seinen ersten Turniersieg seit zwei Jahren. 

Martin Klizan ist der 74. Turniersieger des Generali Open Kitzbühel. Der slowakische Thiem-Bezwinger setzte sich  heute eindrucksvoll in zwei Sätzen (6:2, 6:2)  gegen den Usbeken Denis Istomin durch und feierte in Kitzbühel seinen sechsten Turniersieg. Ein Sieg, auf den die ehemalige Nummer 24 der Welt zwei Jahre lang warten musste: „Ich habe zwar sieben Matches  in Folge gespielt, mich hier aber einfach gut gefühlt, das war eine der besten Wochen in meinem Leben. Ich bin sehr glücklich, dass ich den sechsten Titel hier in Kitzbühel gefeiert habe. Das Publikum war Wahnsinn, trotz Hitze war das Stadion jeden Tag voll. Ihm gilt der größte Dank“, so Klizan. Im Doppel-Bewerb marschierte das tschechisch-argentinische Doppel Roman Jebavy und Andres Molteni ohne Satzverlust zum ersten gemeinsamen Turniersieg: „Danke an das Publikum, das für so eine großartige Stimmung gesorgt hat. In Sachen Atmosphäre war das sicherlich das beste Doppelmatch, das ich auf der Tour gespielt habe“, so Roman Jebavy.

Geniale Stimmung am Center Court und Zuschauerrekord in der zweiten Ära
Die 74. Auflage des Generali Open Kitzbühel ist Geschichte, und was für eine: Erstmals seit 2011 wurde die 50.000-er Marke geknackt. „Endlich haben wir den 50-er knacken können. Der Wahnsinn war der Mittwoch. So viele Leute, wie an diesem Tag, hatten wir noch nie auf  der Anlage“, jubelte Turnierdirektor Alexander Antonitsch.  Und das Publikum feierte nicht nur das hochkarätige Sandplatztennis sondern auch sich selbst: Standing Ovations beim „Walk on Court“  vor dem Singles-Finale, die Welle ging durch das Stadion noch vor dem ersten Aufschlag. Und diese Stimmung begleitete die Spieler schon die gesamte Woche über – und ist umso beachtlicher, als dass es sich dabei um eine der heißesten Wochen der vergangenen Jahre handelte, mit Durchschnittstemperaturen von 31 Grad im Schatten und gefühlten 50 Grad am Center Court. Doch statt am Wasser nach Abkühlung zu suchen, strömten die Fans zum Turnier – und dies trotz des frühzeitigen Aus der Österreicher, allen voran von Dominic Thiem. Vier Tage in Folge war der Center Court ausverkauft: „Die Spieler haben sich bei mir für die richtig geile Stimmung bedankt. Wir wollen das beste ATP-250-Turnier auf der Tour werden. In Sachen Stimmung am Center Court sind wir das schon. Es sind vor allem die Fans dafür verantwortlich, dass die Spieler sich wohl fühlen“, so Antonitsch. 
Wenn es auch 2018 wieder nicht für den erhofften österreichischen Triumph in Kitzbühel gereicht hat, ist bei den Veranstalter rund um Herbert Günther und Markus Bodner dennoch positivste Stimmung zu vermelden. „So ist der Sport, da kann man nichts planen. Aber Dominic hat schon angekündigt,  dass er gerne längerfristig in Kitzbühel spielen und das Turnier bei uns unbedingt einmal gewinnen möchte. Es ist ein spezielles Turnier für ihn und seine gesamte Familie und wir gehen davon aus, dass er wieder kommen wird und werden von unserer Seite aus alles daransetzen.“

Vertragsverlängerung mit Hauptsponsor liegt zur Unterzeichnung bereit
Neben Lizenzgeber Octagon, Stadt und Tourismus baut auch Titelsponsor Generali weiter auf das Turnier. Die Vertragsverlängerung mit der Generali liegt zur Unterzeichnung bereit: „In Sachen Zusammenarbeit geht es zwischen dem Turnier und der Generali sehr gut weiter. Der Vertrag über die dreijährige Verlängerung liegt unterschriftsreif bei den Veranstaltern und wir bauen auf die gemeinsame Zukunft des Turniers. Als Hauptsponsor ist uns wichtig, dass das Turnier bei Zuschauern und Medien angenommen wird. Umso wichtiger ist, dass hier im Stadion auch was gemacht wird“, gibt aber Generali Vorstand für Vertrieb und Marketing, Arno Schuchter zu bedenken. Einigkeit über die Erneuerung und Sanierung des Stadions herrscht auch beim Stadioneigentümer, der Stadtgemeinde, sowie bei den Veranstaltern und dem Lizenzgeber: „Wir sind uns alle einig, dass was getan werden muss. Nach dem Turnier wird es eine externe Kostenschätzung geben, dann wird über die nächsten Schritte entschieden“, so die Turnier-Veranstalter.  Einig ist man sich hier auch mit Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler: „Zur Entwicklung, die das Generali Open Kitzbühel genommen hat, kann man nur gratulieren. Das Turnier ist sicherlich das Sporthighlight des Sommers- nicht nur in Sachen Zuschauerzahlen, sondern auch was den Imagefaktor angeht“, so Winkler.

Zahlen und Fakten Generali Open Kitzbühel

·      Mehr als 50.000 Zuschauer – Besucherrekord seit der ATP-Rückkehr 2011
·      Im Vergleich 2016:  48.900
·      Im Vergleich 2017: 47.000 
·      2018: Seit Mittwoch ausverkauft (vier Mal in Folge)
·      Heißestes Turnier seit vielen Jahren: Durchschnittstemperatur: 31 Grad im Schatten, nur ein Tag in der gesamten Turnierwoche unter 30 Grad
·      Fassungsvermögen Center Court: 5800
·      Akkreditierte: 1400
·      Termin 2019: 27. Juli bis 3. August

Raster-End

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Freitag, 3. August 2018 - Zum ersten Mal in der Geschichte des Generali Open Kitzbühel treffen im Finale zwei Qualifikanten aufeinander: Denis Istomin  und Martin Klizan begeisterten die Tennisfans heute in Kitzbühel vor ausverkauften Rängen, die das großartige Sandplatztennis der beiden Routiniers mit genialer Stimmung honorierten. 

Die Ersten, die da waren, sind die Letzten, die gehen: Vergangenen Freitag absolvierten sie noch gemeinsam ihre allererste Trainingseinheit in Kitzbühel - morgen begegnen sich Denis Istomin und Martin Klizan im Finale des Generali Open Kitzbühel wieder: „Vor über einer Woche haben wir noch miteinander trainiert, jetzt sind wir die letzten die hier übrigbleiben. Das ist eigentlich eine unglaubliche Geschichte“, so Klizan. Und dieses Finale der beiden Kitzbühel-Marathon-Männer verspricht ein Spannendes zu werden, schließlich haben beide eine ausgeglichene Bilanz, nicht nur in Sachen Spielen in Kitzbühel -beide halten bei sechs Siegen - sondern auch bei ihren Head-to-Head-Duellen: zweimal trafen die beiden aufeinander: ein Sieg eine Niederlage.
 
Für Denis Istomin wäre es der dritte Turniersieg, der erste auf Sand: „Um ehrlich zu sein, habe ich heuer noch kein Match auf Sand gewonnen, bevor ich hierhergekommen bin. Es ist eigentlich nicht mein favorisierter Belag, aber das könnte sich jetzt ändern“, scherzte Istomin, der für seinen Lauf in Kitzbühel ein Geheimnis zu haben glaubt: „Ich esse jeden Tag Wiener Schnitzel. Nein, im Ernst, ich fühle mich in Kitzbühel unheimlich wohl.“  Im Match gegen Youngster Jarry brachte der Routinier die solidere Spielanlage mit auf den Platz, und durfte sich vor vollbesetzten Rängen und nach einer hart umkämpften Partie nach dem 7:5, 6:7 (4) und 6:4 für den Finaleinzug beim Generali Open 2018 feiern lassen. Selbiges gilt auch für Ex-Top-30-Mann Martin Klizan, der bereits fünf Turniersiege für sich verbuchen kann. Sein Letzter ist allerdings bereits zwei Jahre her: „Das Match morgen wird wichtig. Der Druck ist groß, aber ich liebe es, unter Druck zu spielen, es wird auch ein super Match für das Publikum“.
 
Apropos: Zum dritten Mal in Folge war der Center Court beim Generali Open Kitzbühel heute ausverkauft und die Stimmung genial. Eine Tatsache, die auch die Finalisten honorieren: „Ich liebe das Publikum, sie supporten nicht nur ihre lokalen Jungs, sondern gutes Tennis. Ich habe jedes Match genossen", so Klizan. Leider nichts wurde dann am Abend aus einer österreichischen Beteiligung im Doppel-Finale des Generali Open Kitzbühel: Petzschner/Melzer müssen nach verlorenem erstem Satz  gegen Bracciali/Delbonis aufgeben. (Siehe Raster: Petzschner:Left Leg)
 
Oberösterreicher Klaus Hauser gewinnt das Peugeot Tie Break Shoot Out 2018
 
Bombenstimmung herrschte dann auch am Center Court, als sich der erst 17-jährige Klaus Hauser, der für den Nettingsdorfer TC spielt, den nagelneuen Peugeot 2008 SUV GT Line sicherte. Im Champions Tie Break gegen Anton Reithmayr wurde es beim Spielstand von 9:9 richtig knapp. „Das war das Match meines Lebens, ein einziges Auf und Ab. Ich hätte mir nie erwartet, dass die Leute so mitfiebern, aber es war  eine einmalige Erfahrung. Das Auto zu gewinnen, ist einfach ein Wahnsinn.“ Übergeben wurde der Schlüssel zum Wagen, in dem der Gewinner auch gleich Platz nehmen durfte, von Marc De Kergariou, Marketing Direktor von Peugeot Österreich und Schweiz.
 

druck.at ProAm Stanglwirt: 5000 Euro für den guten Zweck
 
Traditionell wurde auf den Courts des Stanglwirts heute auch wieder das druck.at ProAm Turnier gespielt, mit ehemaligen und aktiven Tennisprofis, wie Sebastian Ofner, Babsi Schett oder Stefan Koubek, die gemeinsam im Team mit Sponsoren und Partnern des Generali Open Kitzbühel sowie prominenten Namen, wie Comedian Viktor Gernot oder Fernsehkoch Andreas Wojta aufschlugen. Der Sieg war dabei nur zweitrangig, schließlich ging es in erster Linie um den guten Zweck und darum, die Urlaubskasse des SOS Kinderdorfs Tirol mit 5000 Euro aufzubessern. Druck.at Geschäftsführerin Emily Shirley und Turnierdirektor Alexander Antonitsch überreichten den Scheck an Alex Mairginter vom SOS Kinderdorf Tirol.
 

Spielplan Final-Samstag

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Donnerstag, 2. August 2018 - Die Semifinalisten des Generali Open Kitzbühel stehen fest. In einer verrückten Partie ringt Marathon-Mann Martin Klizan die Nummer acht des Turniers, Dusan Lajovic, nach eineinhalbstündiger Regenunterbrechung nieder und trifft morgen auf Nadal-Schützling Jaume Munar. Regen war dann auch der Spielverderber für das Doppel Mirnyi/Oswald und Bracciali/Delbonis: Das Match musste um 23.00 Uhr im zweiten Satz aufgrund von neuerlichem Regen unterbrochen werden und wird morgen um 12.00 Uhr fortgesetzt. Um 13 Uhr wartet dann -wie geplant- Semifinale Nummer zwei mit dem Match Denis Istomin gegen Nicolas Jarry. 

Im ersten Spiel des Tages treffen um 13 Uhr Denis Istomin und Nicolas Jarry aufeinander. Istomin ist neben Klizan der Marathon-Mann des diesjährigen Turniers. Der Qualifikant hat schon vier Partien in den Beinen. Über die Qualifikation, in der er sich gegen den Franzosen Benchetrit und den Brasilianer Monteiro durchsetzte, wurde er im Hauptfeld zum Bayern-Schreck: Den Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber verabschiedete der Usbeke mit seinem effizienten Tennis ebenso, wie Maximilian Marterer. Auch der 22-jährige  Nicolas Jarry, der in Sao Paolo in diesem Jahr bereits im Finale und in Hamburg zuletzt im Halbfinale stand, kommt in Kitzbühel immer besser in Fahrt: „Ich bin bereit, fokussiert, ich möchte zeigen was ich kann. Eines Tages wird der Turniersieg kommen, vielleicht schon hier in Kitzbühel“, erklärt der Chilene: „Ich liebe es, auf dieser Höhe zu spielen. 760 Höhenmeter, das ist wie in Santiago, wo ich lebe, deshalb fühle ich mich hier sehr wohl.“ Zum Tennis kam Jarry, der mit Thiem in Hamburg erstmals einen Top-Ten-Spieler schlagen konnte, durch seinen Großvater Jaime Fillol, einem ehemaligen Weltklassespieler. Seine Aufschlagstärke legten ihm die Eltern in die Wiege, die beide professionelle Volleyballspieler waren. 

Nadal-Schützling im Semifinale gegen Österreicher-Schreck
Auch dieser Mann scheint in Kitzbühel keine Müdigkeit zu kennen: Österreicher-Schreck Martin Klizan, der in Kitzbühel ebenfalls schon zur fünften Partie aufschlägt und gleich drei Österreicher aus dem Turnier verabschiedete, entpuppte sich heute auch als Endstation für den Serben Dusan Lajovic, der im zweiten Satz mit einem Doppelfehler im TieBreak zwei Matchbälle vergab und in einem verrückten Match, nach eineinhalbstündiger Regenpause, die Partie noch an sich reißen konnte. Er begegnet im zweiten Semifinale des Tages nun Nadal-Schützling Jaume Munar.  

Generali Open Kitzbühel neuerlich ausverkauft
Um 15.30 Uhr waren die 5800 Tickets für den Center Court beim Generali Open Kitzbühel heute wieder vergriffen. „Wir hatten für heute noch 600 Restkarten an der Tageskasse reserviert, für morgen Freitag sind es noch 300, für das Finale am Samstag sogar nur noch 200“, freut sich auch Turnierdirektor Alexander Antonitsch. Mit den Akkreditierten und all jenen, die für den Zutritt in das Eventgelände mit den Trainingscourt, der Shoppingmeile und dem Public Viewing freien Eintritt genießen, tummelten sich heute wieder rund 7800 Personen auf der Anlage.

Spielplan Freitag

Raster Generali Open Kitzbühel

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Mittwoch, 1. August 2018 - Martin Klizan ist am Mittwoch der große Partycrasher in Kitzbühel: In einem nervenaufreibenden Match setzt sich der Slowake in drei Sätzen gegen die österreichische Tennisnummer eins Dominic Thiem durch.

Alles war angerichtet für die Thiem-Festspiele in Kitzbühel, der Center Court übervoll, die Aufmerksamkeit und der Erwartungsdruck groß: Doch auch im achten Anlauf wird nichts aus dem erhofften Kitzbühel-Titel für Österreichs Tennis Nummer eins. Wie auch schon 2016, verliert Thiem sein Erstrundenmatch in Kitzbühel, in einer denkbar knappen und nervenaufreibenden Partie gegen den Slowaken Martin Klizan: "Der erste Satz war richtig schlecht. Im Zweiten und Dritten habe ich dann nicht schlecht gespielt, da war es eine gute Partie von beiden, aber ich habe dumme Fehler gemacht habe. Klizan war ein schwerer Gegner, aber es war für mich eine typische Partie. Ich bin nicht bekannt dafür, dass ich in meinen ersten Runden über die Gegner drüberfahre. Es ist extrem bitter, denn es war eine unfassbare Stimmung im Stadion, die Atmosphäre war Wahnsinn. Dass ich das am Ende verliere, ist für mich extrem bitter und deshalb ist die Enttäuschung groß", so Thiem.
Somit gehen die Viertelfinali der 74. Auflage des Generali Open Kitzbühel  ohne österreichische Beteiligung über die Bühne, denn auch Dennis Novak war heute dem als Nummer acht gesetzten Dusan Lajovic klar in zwei Sätzen unterlegen.

Qualifikanten sind Spielverderber für die zwei Topgesetzten

Wie für den topgesetzten Spieler des Turniers kam heute auch für die Nummer zwei des Generali Open Kitzbühel das frühe Aus im Auftaktmatch: Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber, der in den Morgenstunden überraschend seine Frau im Kitzbüheler Standesamt ehelichte, musste sich mit Denis Istomin ebenfalls einem Qualifikanten geschlagen geben: „Ich habe mich nach meiner Sommergrippe körperlich einfach noch nicht gut gefühlt“, so Kohlschreiber. Fernando Verdasco, die Nummer drei des Turniers scheiterte heute an Nicolas Jarry (CHI).

Der Deutsche Maximilian Marterer eröffnet die morgigen Viertelfinalpartien gegen Denis Istomin um 13 Uhr. Matteo Berrettini, der Radu Albot aus dem Turnier verabschiedete, wird im zweiten Match des Tages auf Nicolas Jarry treffen, Jaume Munar spielt gegen Taro Daniel um den Einzug ins Semifinale und nicht vor 17 Uhr wartet die Partie Klizan gegen Lajovic.

Für alle österreichischen Fans bleibt nun ein kleines Trostpflaster: Dominic Thiem und Dennis Novak werden morgen im Doppel zu sehen sein und im finalen Match des Tages auf das deutsch-österreichische Duo Petzschner und Melzer treffen.

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Nichts wurde aus dem erhofften Österreicher-Match zwischen Dominic Thiem und Sebastian Ofner. Der Halbfinalist des Vorjahres erwischte gegen Martin Klizan einen schlechten Tag, verlor gegen den Ex-Top-25-Mann klar in zwei Sätzen.

Im vergangenen Jahr sorgte Sebastian Ofner mit seinem Semifinal-Einzug für Begeisterungsstürme, heuer wollte beim Steirer im Auftaktmatch so gut wie nichts  klappen. Ofner verlor sein Erstrundenduell gegen Qualifikant Martin Klizan und gab sich entsprechend enttäuscht: „Ich habe leider heute einen ganz schlechten Tag erwischt und wirklich schlecht gespielt. Bei den Schlägen habe ich mich nicht wohl gefühlt und hatte große Probleme mit seinem Aufschlag, vor allem beim Return. Das war eigentlich der Hauptgrund.“ Grund zu jubeln hatte hingegen das Doppel Dennis Novak und Dominic Thiem, die buchstäblich in letzter Minute in einem spannenden Champions Tie Break im zweiten Satz gegen das spanische Duo Carballes Baena/Munar das Ticket in die nächste Runde des Doppelbewerbs lösen konnten und nun auf das ehemalige Weltklasse-Doppel Melzer/Petzschner treffen werden. Auch dieses Duo konnte in den späten Abendstunden des Dienstags begeistern: „Wir hätten den ersten Satz wirklich gewinnen müssen, wir haben den eigentlich hergeschenkt, das war nicht so gut. Generell war es ein Ritt auf der Rasierklinge, deshalb ist er umso schöner“, so Thiem.

Österreichs Nummer eins im Tennis greift morgen (nicht vor 18 Uhr) als topgesetzter Spieler nun auch im Einzel in das Turniergeschehen ein. Für ihn  geht es  gegen Ofner-Bezwinger Martin Klizan - ein unangenehmer Gegner: „Klizan steht momentan viel weiter unten als er eigentlich hingehört. Ich habe gegen ihn schon länger nicht mehr gespielt. Der Sieg heute war wichtig  und generell fühle ich mich auch bereit.“ Neben Thiem sind am Super-Wednesday auch der noch amtierende Generali Open-Turniersieger Philipp Kohlschreiber sowie die beiden weiteren topgesetzten Spieler Verdasco und Haase im Einsatz. Haase trifft im ersten Match des Tages am Court Küchenmeister auf Jaume Munar, Verdasco bekommt es in einem Krachermatch am Court Küchenmeister mit Nicolas Jarry zu tun. Ein weiterer bayrischer Hoffnungsträger macht am Center Court morgen den Beginn: Maximilan Marterer trifft um 11 Uhr auf Mikhail Kukushkin. 

Dennis Novak schlägt in seiner Achtelfinalpartie gegen Dusan Lajovic, die Nummer acht des Turniers, auf. Der Serbe stand in Kitzbühel bereits 2016 im Semifinale: „Das wird nicht einfach, Lajovic ist ein guter Spieler und hat auch gegen Dominic in Lyon gut gespielt, da muss ich mich im Vergleich zu meiner Auftaktpartie um einiges steigern. Aber ich weiß, worauf ich mich einzustellen habe, vom Spielrhythmus wird es daher bestimmt einfacher“, so Novak.
 
Der gestrige Dienstag der Turnierwoche stand ganz im Zeichen der Damen. Innerhalb von nur gut einer Stunde waren die 1000 aufgelegten Freitickets vergriffen. Auch für den heutigen Super-Wednesday erwarten die Veranstalter einen Ansturm:  2016 war der Center Court mit seinen 5800 Sitzplätzen beim Auftaktmatch von Thiem ausverkauft, für heute gibt es noch Resttickets in der Kategorie B an der Tageskasse.

Weitere Infos auf www.generaliopen.com 

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Dennis Novak im Achtelfinale - Kids Day mit Rekord

Dennis Novak sicherte sich gestern zum Auftakt der Hauptfeldpartien des Generali Open Kitzbühel den Sieg im Österreicher-Derby gegen Jurij Rodionov und steht somit zum zweiten Mal in seiner Karriere im Achtelfinale des Generali Open Kitzbühel.

Das Österreicher-Duell am Center Court gegen Underdog und Qualifikant Jurij Rodionov war für Dennis Novak bei über 40 Grad am Center Court heute ein hartes Stück Arbeit – vor allem mental: Erstmals stand der 24-jährige nämlich auf ATP-Ebene nicht als Außenseiter, sondern als Favorit am Platz: „Natürlich war das heute eine neue Situation, aber so viele ATP-Spiele habe auch  ich noch nicht gespielt“, so Novak. Speziell im zweiten Satz hatte Novak zu kämpfen – vor allem gegen sich selbst: „Im zweiten Satz habe ich katastrophal gespielt. Ich habe mir wirklich gedacht, dass es so nicht weitergehen kann. Dann bin ich erst einmal auf die Toilette gerannt und habe mir kaltes Wasser ins Gesicht geschüttet. Ich bin froh, dass ich mich im Dritten wieder halbwegs gefangen habe. Richtig gut war die Partie von meiner Seite nicht, aber am Ende zählt, dass ich weiter bin“, so Novak. Jurij Rodionov, der sich bislang in Kitzbühel ausgezeichnet verkaufte, und in seinem ersten Match auf ATP-Ebene nur knapp an der Sensation vorbei schrammte, wird morgen um 11 Uhr am Center Court wieder im Doppel an der Seite von Tristan-Samuel Weissborn zu sehen sein. Am Mittwoch trifft Novak nun auf die Nummer acht des Turniers, Dusan Lajovic, der in Kitzbühel bereits 2016 im Semifinale stand: „Das wird nicht einfach, Lajovic ist ein guter Spieler und hat auch gegen Dominic in Lyon gut gespielt, da muss ich mich um einiges steigern. Aber ich weiß, worauf ich mich einzustellen habe, vom Spielrhythmus her wird es daher bestimmt einfacher“, so Novak. Lajovic, der beim Masters in Madrid erstmals in seiner Karriere mit del Potro einen Top-10-Spieler schlug, verabschiedete gleich zum Auftakt den Generali Open-Sieger von 2009, Garcia-Lopez aus dem Turnier. Der von Rafael Nadal unterstützte Jaume Munar setzte sich gegen den deutschen Qualifikanten und letztjährigen Gstaad-Finalisten Yannick Hanfmann durch.

Kids Day mit Rekord

Der gestrige Spieltag der ersten Runde stand traditionell im Zeichen der jüngsten Fans – und eines Rekords: Mehr als 1000 Kinder stürmten  trotz großer Hitze das Turniergelände: „Das war Emotion pur“, meint auch Turnierdirektor Alexander Antonitsch: „Es ist  schön zu sehen, welche Tenniseuphorie auch wieder unter den Allerjüngsten herrscht.“  Am Sonntag schon gab es die Neuauflage der TTV Kids Challenge, bei der zwei ATP Spieler mit zwei TTV Kids ein spannendes Doppel bestritten. Sarah Messenlechner war Doppel-Partnerin von Max Mirny, Jakob Zangerl durfte an Seite von Philipp Oswald sein Können interessierten Zuschauer-Augen vorführen. Alle vier hatten gemeinsam sichtlich viel Spaß!

Ladies Day mit sechs Österreichern  
 
Österreichs Tennisfans dürfen sich freuen: Morgen schlagen nicht weniger als sechs rot-weiß-rote Asse beim Generali Open Kitzbühel auf. Den Beginn macht am traditionellen Ladies Day des Turniers, der wieder unter der Schirmherrschaft von Babsi Schett stehen wird, das Doppel Rodionov/Weissborn um 11 Uhr am Center Court. Nicht vor 15 Uhr greifen dann Dominic Thiem und Dennis Novak im Doppel gegen die Spanier Carballes/Munar in das Turniergeschehen ein. Im morgigen Hauptmatch des Tages (Achtung, neue Beginnzeit, nicht vor 17.00 Uhr) kehrt mit Sebastian Ofner, der Semifinalist des vergangenen Jahres gegen Martin Klizan zurück auf den Center Court, wo er seine bislang größten Erfolge feierte. Zum Abschluss des morgigen Tages trifft das ehemalige Weltklasse-Doppel Jürgen Melzer und Philipp Petzschner auf Marcus Daniell und Wesley Koolhof. Auch die deutschen Tennisfans dürfen sich auf einen Turniertag der Extraklasse freuen: Maximilian Marterer wird morgen den Spieltag im Einzel am Center Court eröffnen. Jan- Lennard Struff trifft am Court Küchenmeister auf Taro Daniel. 

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Österreicher-Duell in Kitzbühel

Österreicher-Duell zum Wochenstart: Im Hauptmatch des Tages wird heute, Montag (nicht vor 17 Uhr), der in der Qualifikation so stark aufspielende Jurij Rodionov auf Dennis Novak treffen.  

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Fernando Verdasco trainiert bereits in Kitzbühel

Mit der Qualifikation (ab 11 Uhr) und der Auslosung (12 Uh) beginnt morgen die 74. Auflage des Generali Open Kitzbühel und der erste topgesetzte Spieler trainiert bereits in der Gamsstadt. Mit Fernando Verdasco ist dies niemand Geringerer als die Nummer vier des Turniers, der sich nach seinem überraschenden Aus in Hamburg so frühzeitig wie möglich auf Kitzbühel vorbereiten möchte.

Bei seiner Ankunft in Kitzbühel gab sich die ehemalige Nummer sieben der Welt gestern Abend gutgelaunt. Kein Wunder, denn der 34-jährige Spanier verbindet viel Positives mit Kitzbühel: Es ist sein siebtes Gastspiel in der Gamsstadt, 2005 stand er im Finale, bereits dreimal im Semifinale. „Ich schlage hier zum siebten Mal auf und sieben ist meine Glücksnummer. Ich habe z.B. auch sieben Einzel-Titel gewonnen. Die Sieben ist also eine sehr spezielle Zahl für mich", so Verdasco: "Kitzbühel ist für mich etwas ganz Besonderes. Ich habe hier 2003 mein erstes Main-Draw-Match gespielt, was ich nie vergessen werde. Nach den vielen Jahren wieder hier zu sein, ist sehr, sehr speziell. Ich habe hier viele Lieblingsplätze. Du hast hier alles nahe beisammen, kannst überall zu Fuß herumspazieren, die Natur genießen. Aber ich war natürlich auch im Casino, im Londoner, in Cafes und Restaurants und habe viele Freunde kennengelernt. Sie jetzt hier alle wieder zu treffen, ist wunderbar.“ 

Der letzte Auftritt des spanischen Sandplatzspezialisten auf Tiroler Boden liegt bereits sechs Jahre zurück. Nach dem frühzeitigen Aus in Hamburg möchte sich Verdasco in der Gamsstadt nun optimal auf das Turnier vorbereiten: „Ich möchte hier der beste Spieler sein, der ich sein kann und wollte deshalb so schnell wie möglich herkommen, um mich an die Höhe zu gewöhnen. Hier werden auch andere Bälle gespielt als in den letzten Wochen und ich wollte mich optimal vorbereiten, um alle Chancen zu wahren, hier zu gewinnen. Auch, wenn die Konkurrenz richtig stark ist, natürlich allen voran mit Local-Hero Dominic Thiem.“ 
Dass Verdasco mit seinen 34 Jahren immer noch zu den Top-Spielern zählt, bewies er in dieser Saison mehrfach. So erreichte er im Februar beim ATP500 in Rio das Finale, scheiterte zuletzt in Bastad im Semifinale an Fabio Fognini. 

Während aus österreichischer Sicht Dennis Novak bereits seine Zelte in Kitzbühel aufgeschlagen hat, trainieren mit Martin Klizan, Ex-Top-10-Mann Ernests Gulbis oder Denis Istomin auch die ersten Spieler der extrem stark besetzten Qualifikation bereits seit gestern in der Gamsstadt.

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Sebastian Ofner kommt rechtzeitig vor "Kitz" in Schwung

Rechtzeitig zu seinem Lieblingsturnier, dem Generali Open Kitzbühel (28. Juli bis 4. August), präsentiert sich der 22-jährige Steirer Sebastian Ofner in stark aufsteigender Form und belohnt sich neben dem ersten Challenger-Titel seiner Karriere auch mit einer Wildcard für das Kitzbühel-Hauptfeld.

Nachdem die erste Veranstalter-Wildcard des Generali Open Kitzbühel mit Dennis Novak schon seit geraumer Zeit feststeht, blieb die Vergabe des zweiten Freiloses bis zuletzt spannend. Gleich eine Handvoll Österreicher empfahl sich zuletzt mit einer ansteigenden Formkurve. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Turnierdirektor Alexander Antonitsch. Die Wahl des Kitzbühel-Organisationsteams fiel letztlich auf Sebastian Ofner, der gestern gegen den Deutschen Daniel Brands seinen ersten Titel auf Challenger-Ebene verbuchen und somit direkt das Ticket für das Hauptfeld seines Lieblingsturniers lösen konnte. „Für Sebastian spricht auch die Begeisterung, die er im letzten Jahr bei unserem Publikum entfachen konnte“, so Antonitsch. Kitzbühel ist für Ofner ein besonderer Ort. Nachdem er 2017 ebenfalls mit einer Veranstalter-Wildcard ausgestattet wurde, verzückte der Steirer das Publikum mit seinem sensationellen Halbfinal-Einzug beim ATP World Tour 250 Turnier - ein Tennis-Märchen, das in der Gamsstadt das „Ofi-Fieber“ ausbrechen ließ: „In Kitzbühel habe ich einen meiner schönsten Erfolge gefeiert, ich freue mich auf die Rückkehr“, so Ofner. Die Wildcard des Lizenzgebers Octagon für das Kitzbühel-Hauptfeld geht an den 19-jährigen Franzosen Corentin Moutet, dem Erstrundengegner von Dominic Thiem in Hamburg.

Quali-Wildcard für Rodionov
 
Die einzige von den Veranstaltern zu vergebene Wildcard für die Kitzbühel-Qualifikation erhält der 19-jährige Niederösterreicher Jurij Rodionov, der sich im Juni in Almaty ebenfalls seinen ersten Titel auf Challenger-Ebene sichern konnte und zuletzt im Semifinale von Astana stand. Die zweite Wildcard für die Qualifikation beansprucht Lizenzgeber Octagon für sich. Diese geht an den Brasilianer Thiago Seyboth Wild, dem Semifinalisten des Junioren-Turniers von Roland Garros.
 
Auch Jürgen Melzer, der in Hamburg heute an der Seite von Dominic Thiem im Doppel aufschlägt, wird in Kitzbühel zu sehen sein. An der Seite seines kongenialen Partners Philipp Petzschner wird Jürgen Melzer mit einer Wildcard für das Doppel-Hauptfeld des Generali Open Kitzbühel ausgestattet. 

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Kitzbühel-Sieg als definiertes Karriereziel von Dominic

„Der Kitzbühel-Sieg ist für mich ein ganz großes Karriereziel. Der Schmerz, dort noch nicht gewonnen zu haben, wird erst weg sein, wenn ich die Gams in Händen halte", meinte Dominic Thiem gestern am Rande der "Adidas Club Challenge" in Wörschach.

Zehn Tage vor Beginn des Generali Open Kitzbühel fiebert auch Dominic Thiem dem Heimturnier entgegen. Über die Bedeutung, vor den heimischen Fans aufzuschlagen hinaus, ist Kitzbühel für Österreichs Tennisstar aber auch ein wichtiger Meilenstein im Turnierkalender: „Kitzbühel kann und soll für mich hoffentlich eine gute zweite Jahreshälfte einleiten“, so Thiem. „Dieses Jahr ist die Chance sicher gut, weil Hamburg davor stattfindet und ich mich super auf Kitzbühel vorbereiten kann. Das war vor zwei Jahren noch anders. Ich glaube, ich werde dort so gut vorbereitet, wie noch nie aufschlagen", meinte Thiem, der sich gestern in Wörschach entspannt und locker aus dem Urlaub zurückmeldete: „Bis Sonntag trainieren wir in der Südstadt, dann geht`s nach Hamburg.“ Apropos Urlaub: Auch Stefanos Tsitsipas, der gestern kurzerhand für den erkrankten Alexander Zverev einsprang, verbrachte ein paar Tage Urlaub in Tirol, wo er seinen Bruder beim Future-Turnier in Kufstein anfeuerte. Und auch Dominic Thiem`s Eltern Wolfgang und Karin entspannten beim verlängerten Wochenende in Kitzbühel –  Familie Thiem fühlt sich wohl in der Gamsstadt, das ist kein Geheimnis: „Generell ist Kitzbühel auch abseits des Turniers einer der schönsten Orte in Österreich. Es ist einfach ein Genuss dort zu sein“, weiß auch Thiem.

Ticketvorverkauf verläuft sehr erfreulich

Die Vorbereitung in der Gamsstadt laufen derweil auf Hochtouren. In zehn Tagen geht es in Kitzbühel los. Der Ticketverkauf ist mehr als erfreulich: „Von Mittwoch bis Samstag sind wir in der Kategorie A und bei den Premium-Plätzen bereits ausverkauft. Für das Wochenende sind nur noch einzelne VIP-Tickets verfügbar. Tickets in der Kategorie B sind noch zu haben – wer aber auf Nummer sichergehen, und das Anstehen an der Tageskassa vermeiden möchte, sollte sich seine Eintrittskarte bereits im Vorfeld sichern“, so die Veranstalter Herbert Günther und Markus Bodner.

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