Liga

Ein aufregendes Jahr

Referat Rollstuhltennis zieht über abgelaufene Saison Bilanz


Bild: Noch immer das Aushängeschild im Tiroler Rollstuhl-Tennissport - Martin Legner

In der heurigen Saison können die Tiroler Rollstuhltennisspieler trotz eines eher durchwachsenen Sommers auf ein aufregendes Jahr 2014 zurückblicken.

Der Startschuss für die Sommersaison fiel in diesem Jahr bei der Erstauflage des Tirol-Cups im schönen Südtirol. Am 4. April 2014 fanden sich Nord- und Südtiroler Sportler in Lana bei Bozen ein, um sich zu messen und gemeinsam zu feiern.
Zum Sieger beim Einzel-Bewerb dieser Premiere krönte sich der junge Südtiroler Ivan Tratter, der das Finale gegen den Innsbrucker Nicolas Lanquetin klar mit 6:2 und 6:4 für sich entscheiden konnte.
Den Doppeltitel konnten sich die beiden Nordtiroler Gebhard Schweiger/Nicolas Lanquetin gegen das Südtiroler-Duo Konrad Oberberger/Michael Stampfer mit 3:6, 6:4, 6:4 sichern.

Einen Monat später, am 10. und 11. Mai 2014, wurde in der Silberberghalle in Schwaz die Tiroler Meisterschaft im Rollstuhltennis ausgetragen, bei der Gebhard Schweiger aus Sistrans gleich zum Doppelschlag ausholte. Nach dem Turniersieg im Doppelbewerb mit seinem Partner Hubert Heim, sicherte sich Schweiger im Anschluss auch den Meistertitel im Einzel gegen den Titelverteidiger Nicolas Lanquetin.

Den letzten Höhepunkt innerhalb der Landesgrenzen Tirols bildete schließlich ein nationales Turnier, bei dem Spieler aus ganz Österreich Punkte für die österreichische Rangliste sammeln konnten. Nach den beiden Finalniederlagen der vorangehenden Turniere, konnte sich Nicolas Lanquetin mit einem 6:0, 6:2 gegen den Kärntner Wilhelm Gröblacher nun doch noch über einen Turniersieg freuen. Der Doppelbewerb ging schließlich an die Tiroler Paarung Schweiger/Schiestl, die mit einem 6:0, 6:1 gegen Lanquetin/Heim zu keinem Zeitpunkt Zweifel an ihrem Sieg aufkommen ließen.

Auf internationaler Ebene konnte sich Martin Legner trotz Verletzung auf einem hervorragenden 24. Platz in der Einzel-Weltrangliste halten. Neben einigen Halb- und Viertelfinali brachten der Österreichischen Nr. 1 ein Turniersieg und zwei Finalteilnahmen die hierfür notwendigen Punkte. Dass dem Milser nur drei Punkte auf die derzeitige Nr. 23 fehlen, bringt Hoffnung für die noch ausstehenden Turniere dieser Saison.
Im Doppel brachten nicht weniger als 5 gewertete Turniersiege und 4 Halbfinali einen verdienten 21. Platz im World Ranking.

Bei den Österreichischen Meisterschaften musste Legner, der zum wiederholten Male als Titelverteidiger ins Rennen ging, nach der ersten Runde leider verletzungsbedingt aufgeben und machte somit den Weg für den stark spielenden Niederösterreicher Josef Riegler frei, der sich über seinen ersten Österreichischen-Meister-Titel freuen durfte. Auch für die anderen vier Teilnehmer aus Tirol war spätestens im Viertelfinale Schluss.

Eine fast größere Rolle als der Leistungssport spielt in Tirol derzeit der Breitensport und die Nachwuchsarbeit. Unter der Leitung von Peter Höck trainieren im Augenblick Sportlerinnen und Sportler aus fast allen Bezirken Tirols regelmäßig in der Schwazer Silberberg-Halle, in Kirchbichl und in Matrei in Osttirol.
Des weiteren stellen sich Eva und Peter Höck wöchentlich im AUVA Rehabilitationszentrum Bad Häring zur Verfügung, um Interessierten den Tennissport im Rollstuhl näher zu bringen.

Besonders hervorzuheben gilt es aber die derzeitige Nachwuchsarbeit in Tirol. Dank der Initiative der Familie Höck gibt es zur Zeit so viele aktive Kinder und Jugendliche wie nie zuvor. Allein in Tirol wird im Augenblick acht NachwuchssportlerInnen der Tennissport auf spielerische Art und Weise näher gebracht.
Das Highlight dieses Jahres bildete hierbei wohl das Kinder- und Jugendtraining für junge Rollstuhltennis-Begeisterte aus ganz Österreich. Mit einer Anzahl von insgesamt 10 TeilnehmerInnen übertraf das heurige Zusammentreffen sogar die letztjährige Premiere. Neben verschiedensten Ballübungen mit und ohne Tennisschläger wurden die Kids auch bei Fahr- und Geschicklichkeitsspielen gefordert. Mittags durch eine Pizza gestärkt, wurde der Tag natürlich auch dazu genutzt, einander kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.

Mit diesem doch erfreulichen Rückblick auf die Saison 2014 blicken wir vom Tiroler Rollstuhltennis-Referat mit großen Erwartungen auf das kommende Jahr und freuen uns schon darauf, auch im Jahr 2015 den Schläger zu schwingen.



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