Verbands-Info

Erwartete IEV-Niederlagen

Junge Neuzugänge wecken aber Hoffnung


Bild: Alexander Erler fehlte die Konstanz (Fotos: Sylvio Ferrari)

Die IEV-Niederlagen zum Meisterschaftsauftakt in der ersten Bundesliga kamen nicht unerwartet. Das 0:9 der Herren gegen Titelanwärter Klosterneuburg und das 2:5 der Damen gegen Salzburg holte aber alle von einem Punktgewinn träumenden Tennis-Freunde auf den Boden der Realität zurück.

Weil aber die jungen Kräfte, die Neuzugänge Alexander Erler, Jonas Trinker, David Johansson und Christian Wille im Herren-Team mit anschaulichen Leistungen aufwarteten, außerdem Thomas Schiessling trotz Problemen mit der Achillessehne Kämpferqualitäten unterstrich, übertrumpfte Lob und Anerkennung aufkeimende Kritik. "Ich bin mit den Leistungen und der Einstellung der jungen Spieler sehr zufrieden", resümierte Präsident Harald Stauder, der überzeugt ist, dass der IEV mit der Neustrukturierung des Herrenteams auf dem richtigen Weg ist.

Der scheint auch Alexander Erler vorgezeichnet. Auch wenn der Kufsteiner, der in Oberhaching (GER) trainiert und dort ein Gymnasium besucht, bei seiner Premiere in der ersten österreichischen Bundesliga eine Zweisatz-Niederlage in Kauf nehmen musste. "Ich habe noch zu wenig Konstanz, um gegen solche Spieler zu gewinnen", meinte der 17-Jährige nach der Niederlage gegen Mario Haider-Maurer. Ähnlich die Erkenntnisse von David Johansson und Jonas Trinker. Beide zeigten auf. Am Ende waren die Momentaufnahmen von ausgezeichneten Schlägen zu wenig um die Premiere im IEV-Dress erfolgreich zu gestalten.

Das gelang auch Senior Schiessling zum Auftakt der  diesjährigen Punktejagd im Oberhaus nicht. Der 39jährige Jung-Papa (Tochter Amalie ist erst neun Wochen alt) rackerte wie in besten Tagen, musste sich aber dem Aufschlag-Riesen Domink Meffert in zwei Sätzen beugen.

Vier Sätze gingen auf das Konto von „Heimkehrer“ Johannes Ager. Der Kramsacher, im Vorjahr noch für den IEV aktiv, gewann nicht nur das Single, sondern mit Partner Stefan Koubek auch das Doppel. Aber nicht für den IEV – für Klosterneuburg! Endstand 9:0 für die Niederösterreicher. „Die Niederlage fiel eindeutig zu hoch aus“, meinte TTV-Präsident Walter Seidenbusch, der den jungen IEV-Spielern spielerisches Potential attestierte.

Meister Salzburg meisterlich
In meisterlicher Form präsentierten sich Salzburgs Damen. Sie führten nach den Singles auswärts gegen den IEV 4:1, gewannen schlussendlich 5:2.

Nicht unzufrieden IEV-Mannschaftsführerin Martine Stauder. „Die Damen haben brav gekämpft, Salzburg war aber mannschaftlich zu stark. Schade, dass Iris Khanna im dritten Satz gegen Nicole Rottmann verlor“. Auch Eva Hochs Kampfgeist bei der knappen Zweisatz-Niederlage  verdient Anerkennung. Für den „Ehrenpunkt“ im Einzel zeichnete die deutsche „Legionärin“ Lena-Maria Hofmann verantwortlich.

Robert Ullmann

Top Themen der Redaktion