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Turniere

Für Dominic Thiem war im Viertelfinale bei Kei Nishikori Endstation

Erste Bank Open 500 vom 20. bis 28. Oktober 2018

Foto: GEPA

Der Japaner Kei Nishikori und der Südafrikaner Kevin Anderson kämpfen am Sonntag um den Titel bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle. 

Wien, 27. Oktober 2018. Thiem-Bezwinger Nishikori besiegte am Samstag im Semifinale den kasachischen Qualifikanten Michail Kukuschkin 6:4 6:3, Anderson bezwang den Spanier Fernando Verdasco 6:3 3:6 6:4.


Für Dominic Thiem war im Viertelfinale bei Kei Nishikori Endstation 

Wien, 26. Oktober 2018. Für Dominic Thiem war am Freitag im Viertelfinale der mit 2.788.570 Euro dotierten Erste Bank Open 500 Endstation! Der als Nummer eins gesetzte Lokalmatador unterlag in der mit 9.200 Zuschauern ausverkauften Wiener Stadthalle dem Japaner Kei Nishikori nach einer Matchdauer von 1:08 Stunden mit 3:6, 1:6. Der entfesselt aufspielende Nishikori legte einen Blitzstart hin und führte dank zweier Breaks schnell mit 5:0. Danach kam der in der Anfangsphase ein wenig nervös wirkende Thiem besser ins Spiel, nahm seinem Gegner ebenfalls einmal das Service ab und verkürzte auf 3:5. Bei diesem Spielstand vergab der Österreicher drei Breakbälle in Serie und damit wohl auch die Chance, wieder ins Match zurückzukommen. So holte sich Nishikori nicht nur Satz eins, sondern war auch im zweiten Durchgang der dominierende Mann auf dem Platz, der den Sieg in souveräner Manier nach Hause spielte."Er hat das ganze Match über richtig stark gespielt, während bei mir ein paar Sachen nicht so gut funktioniert haben, die für mein Spiel wichtig sind. Ich habe nur 26 Prozent der Punkte bei meinem zweiten Aufschlag gemacht. Return und Aufschlag haben nicht funktioniert, und dann kommt eben so ein Spiel zustande. Es wäre im ersten Satz noch einmal eng geworden, wenn ich das zweite Break mache. Aber er ist ein Spielertyp, der mir sehr weh tun kann, vor allem in der Halle, weil er den Ball sehr früh nimmt. Bei mir werden hingegen einige Waffen entschärft, weil der Ball nicht so hoch aufspringt. Ich bin nie richtig in die Ballwechsel gekommen, weil ich zu schlecht retourniert habe", sprach Thiem die Unterschiede zwischen ihm und Nishikori offen an."Aber es gibt Tage, an denen andere Spieler besser sind und da gehört Nishikori in guter Form einfach dazu. Heute war er einfach besser, das muss ich akzeptieren. Für mich ist so eine Klatsche bitter, weil mich alle Leute siegen sehen wollen. Das merke ich natürlich auch, aber das wirkt sich nicht auf mein Spiel aus. Ich sollte eigentlich von der Grundlinie gut genug spielen, um mit dem Gegner gleichauf zu sein, aber das war heute nicht der Fall", ergänzte der Weltranglisten-Siebente.

Kei Nishikori lieferte nach seinem überzeugenden Achtelfinalerfolg gegen den Russen Karen Khachanov die nächste Glanzvorstellung ab und war dementsprechend zufrieden: "Das war sicher eines der besten Spiele der letzten Monate, bis auf ein oder zwei Games im ersten Satz, wo ich einige unerzwungene Fehler gemacht habe und er beinahe wieder ins Spiel zurückgekommen wäre. Aber danach habe ich wieder sehr solide gespielt. Natürlich war ich überrascht, wie schnell es gegangen ist. Vielleicht war Domi heute nicht in bester Form. Er hat einige Fehler gemacht und mir auch einige Doppelfehler geschenkt. Das hat es mir natürlich leichter gemacht", bilanzierte Nishikori, der im Semifinale nun auf Mikhail Kukushkin trifft. Der Qualifikant aus Kasachstan setzte sich in einem 3:19 Stunden dauernden Marathonmatch gegen den Ungarn Marton Fucsovics mit 4:6, 7:6 (7/2), 7:6 (7/4) durch.


Thiem trifft nach Auftaktsieg über Bemelmans im Achtelfinale nun auf Querrey

Wien, 23. Oktober 2018.Dominic Thiem ist am Dienstag mit einem 7:5, 7:6 (7/5) gegen den belgischen Qualifikanten Ruben Bemelmans ins Achtelfinale der mit 2.788.570 Euro dotierten Erste Bank Open 500 eingezogen. Bis zum Spielstand von 6:5 für Thiem hatten beide Spieler kaum Probleme, ihren Aufschlag durchzubringen. Im zwölften Spiel schwächelte Bemelmans dann plötzlich bei seinem Service. Vier Satzbälle Thiems konnte der Belgier noch abwehren, mit dem fünften schaffte der von 7.500 Zuschauern in der Wiener Stadthalle frenetisch angefeuerte Lokalmatador jedoch die erlösende Satzführung. Im zweiten Durchgang hatte weder Thiem noch Bemelmans eine Breakchance, womit die Entscheidung im Tiebreak fallen musste.

Bei einer 5:4-Führung und eigenem Aufschlag schien der Weltranglisten-134. Bemelmans alle Trümpfe in der Hand zu haben, doch Thiem nahm seinem Gegner prompt beide Punkte bei dessen Service ab und verwandelte danach nach 1:45 Stunden den ersten Matchball zum Sieg. „Es war ein extrem hartes Stück Arbeit. Das erste Match ist immer schwer. Ich war wie immer ein bisserl nervös hier in Wien. Aber es war eine extrem geile Stimmung. Ich hatte bis auf ein Game im ersten Satz keine Probleme mit meinem Aufschlag, er leider auch nicht mit seinem. Das heißt, ich hatte zu wenig Breakchancen, daher muss ich meinen Return für das nächste Match verbessern. Ich hatte Probleme, in die Rallyes zu kommen, das ist mir nicht gelungen. So gesehen ist mein Matchplan nicht aufgegangen“, fiel Thiems Analyse durchaus selbstkritisch aus.

Achtelfinalgegner des Lichtenwörthers ist der US-Amerikaner Sam Querrey (ATP-Rang 56), der den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga, seines Zeichens Wien-Sieger 2011 und Finalist in den beiden vergangenen Jahren, in 1:23 Stunden mit 6:3, 3:6, 6:3 aus dem Turnier nahm. „Querrey serviert sehr gut und riskiert bei seinen Returngames viel. Ich werde mir bis zum Match am Donnerstag einen starken Aufschläger zum Trainieren nehmen, um gut vorbereitet zu sein“, sagte Thiem, der in den direkten Duellen mit 2:1 voranliegt. Der Österreicher siegte 2016 auf Hartplatz in Acapulco und 2017 auf Sand in Rom. 2017 hatte Querrey ebenfalls in Acapulco das bessere Ende für sich.

Den heutigen Spielplan finden Sie HIER

Karlheinz Wieser         

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Es ist noch nicht vorbei – Jürgen Melzer nach Sieg über Milos Raonic im Achtelfinale

Wien, 22. Oktober 2018.19 Jahre nach seiner Premiere absolviert Jürgen Melzer in dieser Woche bei den mit 2.788.570 Euro dotierten Erste Bank Open 500 in der Wiener Stadthalle sein letztes Einzelturnier auf der ATP World Tour. Doch statt der vermeintlichen Abschiedsvorstellung lieferte der 37-Jährige am Montag eine große Sensation ab. Der Wien-Sieger 2009 und 2010 bezwang den kanadischen Weltranglisten-22. Milos Raonic mit 7:6 (8/6), 7:5. Der vom Publikum frenetisch angefeuerte Melzer war im ersten Satz bei eigenem Service unantastbar und ließ keinen einzigen Breakball zu. Auch Raonic schlug zu Beginn entfesselt auf, ehe er in der Endphase des ersten Durchgangs plötzlich zwei Breakbälle abzuwehren hatte. Im Tie-Break hatte Melzer dann Nerven aus Stahl und holte sich die Kurz-Entscheidung mit 8:6.

Im zweiten Satz sah sich der Lokalmatador zwei Mal mit einem Breakball konfrontiert, konnte die Angriffe seines Kontrahenten aber beide Male abwehren. Auf der anderen Seite verließ Raonic beim Stand von 5:6 sein erstes Service. Melzer nützte diese Schwächephase seines Gegners eiskalt aus und verwertete nach 1:39 Stunden gleich den ersten Matchball. Nach dem Sieg war der Niederösterreicher erleichtert: „Ich wusste, dass ich eine Chance habe. Fairerweise muss man sagen, dass Raonic nicht seinen besten Tag hatte. Bei seinem Service muss man viel raten und wird oft am falschen Fuß erwischt. Auch wenn das vielleicht blöd klingt, hatte ich mit Fortdauer der Partie das Gefühl, dass ich heute der bessere Spieler bin.“

Von der Stimmung in der Wiener Stadthalle war Melzer begeistert, auch wenn er das etwas auf die Seite schieben musste: „Ich habe es geschafft, die Emotionen auszublenden. Ich habe schnell gesehen, dass er mich heute nicht wegschießen wird und ich mich nicht verstecken muss. Dann gab es nur noch ein Ziel: hier noch ein Match zu bekommen.“ In der zweiten Runde wartet am Mittwoch mit dem Südafrikaner Kevin Anderson gleich die nächste schwere Hürde auf Melzer. Der Weltranglisten-Achte musste in seiner Auftaktpartie gegen den starken Georgier Nikoloz Basilashvili im Tiebreak des zweiten Satzes sogar einen Matchball abwehren, um am Ende doch noch mit einem 4:6, 7:6 (8/6), 6:3-Erfolg ins Achtelfinale einzuziehen.

Im Head-to-Head liegt der Niederösterreicher mit 1:2 zurück. Den bislang einzigen Sieg feierte Melzer 2010 in Madrid auf Sand. 2011 in Wien und 2013 in Rom feierte der Südafrikaner jeweils einen Zweisatz-Erfolg.

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"Next Gen Day" am ersten Hauptbewerbstag

Am ersten Tag des Hauptbewerbs der Erste Bank Open 500 steht in der Wiener Stadthalle der Nachwuchs im Mittelpunkt: von 13 – 17 Uhr findet im Foyer der Halle D der beliebte „spark7 NextGenDay“ statt. Tennisbegeisterte Kinder kommen hier voll auf ihre Kosten. Erlebe u.a. ein:

  • Meet & Greet mit Österreichs Nr. 1, Dominic Thiem
  • 5 Aktivstationen mit Thomas Muster als persönlichem Coach
  • Tennisstunde mit den Stars im offiziellen Trainingszelt uvm.

Einen genauen Überblick und alle wichtigen Informationen findest Du im Flyer HIER

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