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Verbands-Info

Gebhard Gritsch auf Heimatbesuch

Startrainer wertete IEV-Pressekonferenz auf

Bild: In Silz geboren, in der Tenniswelt zuhause – Gebhard Gritsch

Für ein Pressegespräch anlässlich des Tennis-Future-Turniers auf der Innsbrucker IEV-Anlage unterbrach Erfolgstrainer Gebhard Gritsch seinen Besuch bei seiner Familie in Silz und gab nicht nur den Journalisten sondern auch den Organisatoren Rede und Antwort. In angenehmer, lockerer Atmosphäre.
Er kam, sah („eine wunderschöne Anlage“) und sprach… Nicht enden wollend. Von Tennis, versteht sich. Von einer Weltsportart, von Publikumsmassen, von Spitzensportlern und von Novak Djokovic. Von der Nummer 1 der Tenniswelt, der seinen Kopf nicht nur am Court, sondern derzeit mehr bei seinem ungeborenen Kind und seiner schwangeren Frau hat. Damit ist das frühe Aus in der ersten Runde des ATP-Turniers in Toronto erklärbar. „Nicht so wichtig“, meinte Gritsch über einen Spieler, der ohnehin schon alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt.
Das Thema Boris Becker und Djokovic streifte Gritsch nur am Rande. Der Deutsche war Wunschkandidat von Djokovic und sollt das letzte Quentchen mentaler Stärke aus dem Serben herausholen. Bestätigt beim Sieg in Wimbledon.

Viel Lob zollte Gritsch den Organisatoren des Tennis-Future-Turniers auf der IEV-Anlage. „Solche Turniere sind für die Weiterentwicklung der angehenden Tennisprofis notwendig“. „Aber“, meinte er, „bei der Punktevergabe sollte sich der internationale Verband etwas einfallen lassen“. Viel zu wenig Zähler für die Weltrangliste werden in dieser Kategorie vergeben, um schloss sich auch TTV-Headcoach Hakan Dahlbo der Meinung von Gritsch an. Dahlbo erkannte aber in der TTV-Jugend großes Potenzial.
Gritsch führte weiter aus, dass der Unterschied zur absoluten Spitze in einem Future-Finale nicht mehr erkennbar sei. Erkennbar ist aber zweifelsohne welch organisatorischer Aufwand betrieben werden muss, um solche Veranstaltungen zu organisieren. „Das passt in unser Vereinskonzept“, betonte IEV-Präsident Harald Stauder, der auf Förderung des vereinseigenen und des Tiroler Tennisnachwuchses baut.
Die vom IEV Tiroler Wasserkraft zu vergebenden Wild Cards für das Hauptfeld wurden bei den Damen an Alena Weiss und Alexander Erler vergeben. Zwei Hoffnungsträger in den IEV-Bundesligateams.  
Lob und Anerkennung für die Austragung von Future-Turnieren in Tirol zollte TTV-Präsident Walter Seidenbusch aus. Er sprach davon, dass in Tirol 50 Prozent aller österreichweiten Future-Turniere ausgetragen werden und dass der TTV die Organisatoren finanziell unterstützt.

Die Last der Vorbereitung für die neunte Auflage eines internationalen Turniers beim Traditionsverein IEV ruhte einmal mehr auf  den schmalen Schultern von Martine Stauder. Die Mutter von drei Kindern hatte in der Tat alle Hände voll zu tun, um das Turnier zusammen mit Supervisor Werner Hötzinger ins Rollen zu bringen.

Spielbeginn der Qualifikation, Samstag 9 Uhr.
Wild Card, Herren, Hauptfeld: Alexander Erler, Matthias Haim, Dominic Weidinger, Marcel Waloch.
Damen, Hauptfeld: Alena Weiss, Christina Wolfgruber, Nikola Hofmanova, Julia Grabher.  

Robert Ullmann

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