Turniere

Hampel begeisterte in Telfs

Italiener Marco Bortolotti gewann Future-Finale


Bild: Lenny Hampel avancierte in Telfs zum Publikumsliebling. Foto: Bernhard Stelzl


Die Tennistasche am Rücken, das Preisgeld-Plakat unter dem Arm und das Handy in der Hand. So verließ Lenny Hampel auf dem Weg in sein Hotel in der Telfer Innenstadt die Tennisanlage am Birkenberg. Durch die Hintertür. Allein. Wie ein Verlierer.
Dabei war der 18jährige Wiener der moralische Sieger des Tennis-Future-Turniers in Telfs. Mit einer Wildcard in den Hauptbewerb gerückt, spielte und kämpfte sich der Wiener, der in Telfs phasenweise von Andreas Fasching gecoacht wurde, bis ins Finale. Das erste seiner Laufbahn auf Future-Niveau. Dort wurde der Siegeslauf Hampels vom 24jährigen Marco Bortolotti gestoppt. Der Italiener gewann in einem spannenden Match, dem besten Finale am Birkenberg seit Jahren, 7:5, 7:6. Aber nicht er selbst beendete das Match mit einem Winner, nein: ein Doppelfehler Hampels sorgte für ein jähes Ende.


Bei der anschließenden Siegerehrung bedankte sich Bortolotti bei den vielen Zuschauern, Organisatoren, Sponsoren und bei Papa und Mama für die Zeit in Telfs. Lob verdiente in der Tat das OK-Team um Dietmar Härting und Veronika Schartner. Sie sorgten einmal mehr für optimale Bedingungen, besonders gewürdigt von TTV-Präsident Walter Seidenbusch.
Zurück zu Lenny Hampel. Am Sonntag setzte sich der Telfer Publikumsliebling in den Personenzug Richtung Kramsach. Dort rückte er nicht mit einer Wildcard sondern mittels Special Exempt ins Hauptfeld des Future-Turniers und ist bereits heute wieder im Einsatz. In der dritten Partie nach 11.30 Uhr. Wobei man sich die Frage stellen muss, weshalb Hampel nicht einen Tag mehr Ruhe gegönnt wurde.


Einen Tag Pause hätte sich auch der am Sonntag gekürte österreichische U18-Meister Alexander Erler verdient. Auch der Kufsteiner muss schon heute auf den Court. Als erster Tiroler im Einsatz ist Lukas Koncilia. Der Haller, der sich sensationell durch die Qalifikationsmühle kämpfte, trifft in der ersten Runde auf Mateo Faber, den kroatischen Qualifikanten.


Robert Ullmann
TTV-Pressereferent

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