Verbands-Info

Im Haus der "Entgegnung"

GV des Tiroler Tennisverbandes 2016, Delegierte schmetterten Beitragserhöhung ab.

Bild: Blumen für die Damen hinter den Kulissen des TTV, Irmi Hupfauf (li.) und Sylvia Plischke. Medaillen für die jüngsten Landesmeister, die U9- und U10-Meister aus Kundl und Schlitters. Foto: Michael Kristen


Es begann fachlich und sachlich. Christian Walters Vortrag über die Racket-Kultur hier und anderswo sorgte unter den Delegierten aus allen Landesteilen für Staunen und brachte da und dort sicher neue Erkenntnisse in die Vereinsstuben. Eine gelungene Einstimmung jedenfalls auf die 67. Generalversammlung des Tiroler Tennisverbandes. Bewährtes, Neues und Erfolgreiches referierte anschließend Präsident Walter Seidenbusch aus den umfassenden Jahresberichten. Herausgegriffen dabei die Punkte in der Jugendarbeit, die unter dem neuen sportlichen Leiter Daniel Huber bestens organisiert wird und sich dank ausgezeichneter Trainerarbeit in Erfolge der TTV-Spieler bei den österreichischen Jugendmeisterschaften niederschlug. 14 Medaillen wanderten nach den österreichischen Meisterschaften in Klagenfurt nach Tirol, davon zwei in Gold. So weit so gut.


Als es jedoch um die Aufstockung dieses Budgets ging - dafür müssten laut Kassier Baldauf die Mitgliedsbeiträge erhöht werden - wurde aus dem Haus der Begegnung (dem Ort der Generalversammlung) ein Haus der "Entgegnung". Eine deutliche Mehrheit der Delegierten sprach sich für eine Aussetzung und Überarbeitung dieses Antrages für die nächstjährige Generalversammlung aus. Ein weiterer Punkt, der die Arbeitssitzung in eine ungewohnte Verlängerung zwang war die neuerliche Diskussion um Frühjahrs- und Herbsttermine in der Tiroler Mannschaftsmeisterschaft. "Nicht einzusehen, dass im Juni auf zwei Wochenend-Termine verzichtet wird", tönte es aus dem Lager der Vereinsvertreter. Seidenbuschs Konter: "Ich gebe hier nur den Beschluss des Wettkampfausschusses wider". 

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 Weit größere Sorgen bereitet dem Präsidenten des drittgrößten Tiroler Fachverbandes die Entwicklung auf dem Tennisplatzsektor in Innsbruck und Wörgl. Bekanntlich werden nach den Plänen der Stadt Innsbruck und der ÖBB die Plätze von derzeit 33 auf 22 reduziert. "Das ist um ein Drittel weniger". Der angesprochene Vertreter der Stadt Innsbruck, GR Christian Kogler, sprach sich für einen Kompromiss zwischen den Vereinen und der Stadt aus. Brennpunkt Wörgl. "Dort entwickelt sich", so Seidenbusch, "ein Politikum um die Anlage in Bad Eisenstein, das auf den Schultern der Vereine ausgetragen wird. Weil ein Ende dieser Auseinandersetzungen derzeit nicht in Sicht ist, musste Wörgl das erfolgreiche Senioreteam 55+ aus dem Bewerb für die Saison 2017 nehmen. Noch im Bewerb sind Wörgls Damen. Sie schafften den Sprung von der zweiten in die erste Bundesliga und eröffneten beim anschließenden Festakt im Haus der Begegnung den Reigen der Ehrungen. 

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Ein festlicher und versöhnlicher Abschluss, bei dem von den jüngsten Tiroler Landesmeistern (U9 TC Kundl) bis zum ältesten Einzelmeister (Max Asen) alle Altersklassen mit lobenden Worten und Pokalen ausgezeichnet wurden. 

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Robert Ullmann 
(TTV-Pressereferent)

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