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Matthias Haim stürmte bis ins Finale

Von der Qualifikation aus bis ins Finale spielte sich Matthias beim Future-Turnier in Wels

Matthias Haim (Foto Kristen)

Wels

Seine Erwartungen vor dem ersten Aufschlag beim Tennis-Future-Turnier in Wels waren nicht groß. Er habe sich in den Wochen zuvor selbst zu viel Druck gemacht, sagt Matthias Haim. In Wels ging es für den 19-jährigen Tiroler aber Schlag auf Schlag. Nach drei Siegen in der Qualifikation "spielte ich auch im Hauptbewerb mutig", resümiert er. Das nötige Selbstvertrauen für den ersten Finaleinzug eines mit 15.000 US Dollar dotierten Herrenturniers holte er sich mit dem Sieg gegen den auf Nummer 3 gesetzten Deutschen Sami Reinwein. 

Ein Schlüsselerlebnis und der Beweis, "dass ich es kann". Und: "Ich kann jeden schlagen." Gesagt, getan. Mit Selbstvertrauen und dem nötigen Wettkampfglück kämpfte er sich bis ins Finale. Dass es schlussendlich für den ersten Future-Titel Haims - 3:6 3:6 im Endspiel gegen den Slovaken Filip Horansky - und eines Tirolers seit dem letzten Sieg Johannes Agers im Jahr 2011 nicht ganz reichte, stand für Trainer Christian Walter nicht im Vordergrund. Viel wichtiger war für den Betreuer (seit November 2016), "dass sich Matthias endlich im Kopf freigespielt hat". Das Talent Haims war und ist unbestritten. "Ich hoffe, dass ihm nach den letzten schweren Wochen endlich der Knopf aufgegangen ist."

Nächste Station ist das Future Turnier in St. Pölten, das am Samstag (22. Juli) mit der Qualifikation begann. Ohne Haim. Dank des Finaleinzugs in Wels - übrigens mit 10 Punkten für die ATP Weltrangliste und 1145 EUR Preisgeld honoriert - steht er im Hauptfeld. Das neue Selbstwertgefühl sollte für die kommenden Aufgaben beflügeln.

Robert Ullmann

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