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Liga

Matthias Haims Doppelschlag

Nach Sieg im Freien auch Hallenmeister U18

Bild: Matthias Haim präsentiert stolz ÖM-Gold nach dem neuerlichen Sieg gegen Alexander Erler. (Foto: Kristen-images)

Lange Ballwechsel waren Mangelware. Logisch. Zu dominant war die Aufschlagleistung der beiden Finalisten auf dem schnellen Boden der Seefelder WM-Halle. Dennoch: Das konstanter ins Spiel gebrachte erste Service entschied für Matthias Haim. Der heuer für den IEV spielende Kolsasser gewann gegen Alexander Erler (ebenfalls IEV) das Endspiel der österreichischen Hallenmeisterschaften der Klasse U18 6:3, 7:5.


"Er hat besser serviert", meinte der um acht Monate ältere Kufsteiner nach der Niederlage gegen Haim. Erler konnte dabei im zweiten Satz ein Break zum 5:5-Ausgleich für eine 6:5-Führung nicht nützen. Im Gegenteil. Er musste ein Re-Break in Kauf nehmen und Haim servierte zum Gewinn des Hallentitels aus. Damit eroberte der 17-Jährige Haim nach dem Gewinn des Freilufttitels (Dreisatzerfolg gegen Erler) auch den Hallentitel. Durchaus verdient.


"Bin mit meiner Leistung zufrieden", meinte der Kolsasser trocken, der in der kommenden Freiluftsaison das Bundesligateam des IEV verstärken wird. Auffallend jedoch, dass sich Haim auf der Rückhandseite verbessert zeigte und vor allem mental stärker wurde. Nach dem Sieg in Seefeld genießt Haim mit seiner Familie ein paar Tage Urlaub, dann geht es zum ITF-Jugendturnier nach Nürnberg. Dort tritt übrigens auch Erler an, der sich über ITF-Jugendturniere einen Platz im Hauptfeld der French Open sichern möchte. "Dazu ist ein Platz im ITF-Ranking unter den besten 60 der Welt nötig". Derzeit ist Erler auf Nummer 170 platziert.


Mit Platz zwei im Doppel rundete Matthias Haim mit Partner Matthias Raubinger die ausgezeichnete Bilanz der Titelkämpfe in Seefeld ab. Erler erreichte mit Partner Adrian Kuchar (Kärnten) den dritten Rang.


Für Endspielplätze reichte es zwar nicht, aber dritte Plätze in Serie zeigten die Spielstärke der weiblichen TTV-Jugend auf. Nina Rebecca Hotter (Schwaz) musste sich nach Kampf im Halbfinale Lisa Frieß (Graz) in drei Sätzen 7:5, 2:6, 2:6 geschlagen geben; Hannah Hofreiter (Wiesing) verlor gegen die spätere Siegerin Jasmin Buchta (OÖ) 0:6, 1:6. Im Doppel schieden die Hotter-Schwestern im Halbfinale aus.


Alles in allem setzte die TTV-Jugend in Seefeld nicht nur am Papier (so viele Teilnehmer wie selten zuvor) sondern auch auf dem Court ein sportliches Ausrufezeichen.


Robert Ullmann


Sonntag, 8. Feber 2015


Heute um 10 Uhr kämpfen die beiden Tiroler A. Erler (an Nr. 2 gesetzt) und M. Haim (an Nr. 5 gesetzt) in Seefeld um die Österreichische U18-Krone.
Alexander erkämpfte seinen Finaleinzug gegen Gabriel Pfanner vom TC Dornbirn in drei Sätzen. Matthias zog mit einem 7:5 und 6:1 Erfolg gegen den Salzburger Jakob Aichhorn unter die besten zwei!
Bei den Mädchen U18 war bis zum Semifinale alles in Tiroler & Steirer Hand: Lisa Frieß (GAK-Tennis) besiegte Nina Rebecca Hotter (TC Raiffeisen Schwaz) mit 5:7 6:2 6:2 und Jasmin Buchta (TC LUV Graz) zog mit deutlichen 6:0 und 6:1 gegen Hannah Hofreiter ins Endspiel.
Sylvia Plischke
Sämtliche Ergebnisse der U18-Staatsmeisterschaften finden Sie HIER


Nach den Senioren die Jugend. Die WM-Halle in Seefeld steht bis zum 8. Februar wieder im Mittelpunkt des Tennissports. Die U18-Jugend Österreichs ermittelt in der nordischen Metropole Tirols die diesjährigen Hallenmeister. Im Einzel und Doppel. Nicht nur mit dabei, sondern in der Rolle als Mitfavoriten auf den Titel sind zwei Tiroler Bundesligaspieler vom IEV, nämlich der auf Nummer 2 gesetzte Alexander Erler und Matthias Haim (Nr. 5). Das Duell der beiden prägte bereits die Freiluftmeisterschaften 2014 in Wels. Damals setzte sich im Endspiel Haim in drei Sätzen durch. Kommt es zu einer Neuauflage dieses finalen Duells? Durchaus möglich. Dann muss aber Haim den auf Nr. 1 gesetzten Gregor Ramskogler (Salzburg) besiegen. Leichter scheint auf den ersten Blick der Weg ins Finale für Erler zu sein. Der Doppelmeister der vorjährigen Titelkämpfe hofft jedenfalls in der Höhenlage Seefelds die zum Erfolg nötige Form abrufen zu können.
Das hoffen auch die beiden Hotter-Schwestern aus dem Zillertal. Die Tiroler Freiluftmeisterin, Nina Rebecca, wurde auf Nummer vier, Franziska Anna auf Nummer acht gesetzt. Die einzigen gesetzten Spielerinnen des TTV im großen weiblichen Aufgebot Tirols. Auf Nummer 1 gereiht Selina Pichler aus Wien.
Spielbeginn Hauptbewerb, Mittwoch.

Robert Ullmann

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