Liga

Nach Sybille Bammer 2005 schaffte es Patricia in Linz unter die letzten Acht.

Nach 8 Jahren konnte das Linzer Publikum endlich wieder eine Österreicherin im Viertelfinale anfeuern!

Bild: Patricia Mayr-Achleitner, Foto Gepa

PRESSEINFORMATION - 11.10.2013

Das Linzer Publikum musste acht Jahre lang warten, um eine österreichische Spielerin im Viertelfinale der Generali Ladies anfeuern zu können. Heute war es soweit: Nach Sybille Bammer 2005 schaffte es nun Patricia Mayr-Achleitner unter die letzten Acht. Die Tirolerin konnte heute nur gewinnen, trifft sie doch auf die Nummer 1 des Turniers, die Deutsche Angelique Kerber.

Für Kerber ist dieses Viertelfinale gegen Mayr-Achleitner von großer Bedeutung: Mit einem Sieg wäre Deutschlands Nummer 1 fix für die WTA-Championships in Istanbul qualifiziert.

Kerber schlug in Linz zwei junge Damen aus Rumänien auf dem Weg ins Viertelfinale - Monica Niculescu und Alexandra Cadantu. Die Österreicherin kam mit Siegen gegen Cirstea (ROU) und Zanevska (UKR) unter die letzten Acht. Kerber und Mayr-Achleitner trafen übrigens heute erstmals aufeinander. Mayr-Achleitner nahm ihre Außenseiterrolle an und spielte zunächst unbeschwert und ohne Fehler. Der erste Satz verlief entsprechend offen und ausgeglichen, es ging mit dem Service bis zum 2:3, Breakbälle Fehlanzeige. Bislang.

Dann musste Kerber die ersten beiden Breakbälle abwehren, um sich den dritten Punkt zu holen. Prompt hatte die Deutsche ihrerseits drei Breakbälle im nächsten Game, die sie alle nicht verwerten konnte. Das Spiel nahm an Dramatik zu. Den vierten Breakball konnte dann die Deutsche Nummer 1 zur 4:3-Führung verwerten. Auch im nächsten Aufschlagsspiel der Tirolerin holte sich Kerber einen Breakball - und verwertete sie prompt zum 6:3. Zuvor hatte Mayr-Achleitner einen scheinbar einfachen Ball leichtfertig verschlagen. Die Nummer 1 des Turniers nutze ihre Chancen bislang eiskalt. Im zweiten Satz suchte Kerber sichtlich eine schnelle Entscheidung und ging nach Break mit 2:0 in Führung.

Das Publikum feuerte Mayr-Achleitner weiter an, die Stimmung in der Halle war entsprechend gut. Doch Kerber ließ sich nicht aus ihrem Spiel bringen, blieb hochkonzentriert und beging praktisch keine Eigenfehler. Mayr-Achleitner hingegen musste jetzt riskieren und machte daher auch immer wieder leichte Fehler. Kerber holte sich auch das nächste Break und stellte auf 4:0, kurz darauf mit eigenem Service auf 5:0, zu Null. Mayr-Achleitner konnte bei eigenem Aufschlag noch einen Punkt machen, dann schlug Angelique Kerber zum Match auf - nach 50 Minuten.

Angelique K. verwertete ihren ersten Matchball - und steht unter den letzten Vier.

Kerber holte sich mit diesem 6:3 und 6:1 - Sieg und dem Einzug ins Semifinale nun auch endgültig das Ticket für die WTA-Championships in Istanbul. Kerber ist heuer vor allem nach einer tollen zweiten Saisonhälfte in Deutschland die klare Nummer 1 und das zweite Mal in Folge in Istanbul dabei. Und dazu gratulieren nicht nur Österreichs Tennisfans sehr herzlich.

Kerber: "Ich habe schon vorher gewusst, dass es heute ein hartes Stück Arbeit wird, vor allem gegen eine Lokalmatadorin. In der Halle war eine tolle Atmosphäre und ich konnte diese Atmosphäre in positive Energie für mich umwandeln. Dass ich es jetzt nach Istanbul geschafft habe, ist natürlich großartig. Dafür habe ich monatelang hart gekämpft. Jetzt gilt aber meine ganze Konzentration dem Semifinale und Suarez Navarro."

Thomas Blazek



Ein Krimi endet positiv!

Österreichs Patricia Mayr-Achleitner (AUT) gewann gegen Maryna Zanevska (UKR) nach Kampf 6:1, 6:7 (1) 6:4 - und steht als erste Ungesetzte unter den letzten 8 der Generali Ladies Linz, erstmals in ihrer Karriere.

Zuvor qualifizierte sich Dominika Cibulkova (SVK/7) als vierte Gesetzte für das Viertelfinale - nach einem 6:0, 6:1 gegen Katarzyna Piter (POL) - nach Suarez Navarro (4), Flipkens (5) und Ivanovic (3).


Warum einfach….

Zu einem wahren Krimi kam es gestern Nachmittag in der zweiten Partie des Tages. Es war mit Sicherheit das spannendste und dramatischste Spiel des Turniers bislang.

Zanevska kam als Lucky Loser der Qualifikation in den Hauptbewerb und gewann in Runde 1 etwas überraschend gegen Aleksandra Krunic (SRB). Ebenso überraschend und vor allem auch erfreulich war in Runde 1 der Sieg von Mayr-Achleitner gegen die Nummer 21 der Welt, Sorana Cirstea (ROU).

Beide spielen erstmals auf der Tour gegeneinander. In der Weltrangliste ist die Tirolerin aktuell um 6 Positionen besser platziert als die junge Dame aus Odessa: 107 zu 113, Vorteil Mayr-Achleitner, wenn man so will.

Mayr-Achleitner startete furios, ganz im Gegensatz zu ihrer ersten Partie gegen Cirstea. 6:1 nach 26 Minuten, und die Tirolerin legte gleich nach, mit dem Break im ersten Game des zweiten Satzes.

Bei 5:3 und Aufschlag Zanevska hatte Mayr-Achleitner ihre ersten beiden Matchbälle - 65 Minuten. Beide wurden abgewehrt und man hatte danach das Gefühl, dass die Tirolerin plötzlich Angst vor dem Siegen bekam. Es kam folgerichtig zum Tiebreak und das ging mit 1:7 an Zanevka. Der Entscheidungssatz begann mit Break Zanevka und anschließendem Rebreak - und danach ging es mit dem Service weiter.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Mayr-Achleitner 19 Break-Punkte, von denen sie nur 6 verwerten konnte.

Bei 5:4 Mayr-Achleitner und Aufschlag Zanevska schien die Entscheidung wieder näher zu rücken, bei drei weiteren Matchbällen nach 2 Stunden 21 Minuten.

Und Ende gut-alles gut: Patricia Mayr-Achleitner verwertete ihren 5. Matchball und steht erstmals im Viertelfinale von Linz - und trifft dort auf die Siegerin der Partie Kerber vs. Cadantu.

Mayr-Achleitner: "Das war ein komischer Tag heute, ich habe es mir selbst schwer gemacht, habe keine Matchbälle verwertet und war mir manchmal zu sicher. Ich habe mich zu früh als Siegerin gesehen - das war ein Fehler! Aber ich bin nun überglücklich, es geschafft zu haben!"

Thomas Blazek


Donnerstag, 10.10.2013

Zuerst sah es gar nicht gut aus für die österreichischen Spielerinnen. Yvonne Meusburger hatte in einem hart umkämpften Match gegen die Deutsche Andrea Petkovic das Nachsehen. Und Patricia Mayr-Achleitner, Nummer 107 der Welt, war gegen die Weltranglisten- 21. Sorana Cirstea wirklich nicht die Favoritin - und lag nach nur 20 Minuten schon mit 1:6 zurück.
Dann aber drehte sich plötzlich die Partie: Im zweiten Satz spielte die Tirolerin druckvoller und variantenreicher und brachte Cirstea damit immer öfter in Verlegenheit. Die Rumänin schien von
der Gegenwehr der Österreicherin, die schnell 4:1 führte, auch etwas überrascht. Wenig später verwertete Mayr- Achleitner den zweiten Satzball zum 6:3. Ähnlich auch Satz Nummer drei: Frühes Break, gefolgt von etwas Zittern. Matchball, abgewehrt, der Versuch einer Aufholjagd.
Matchball Nummer zwei und drei, Doppelfehler. Der vierte Versuch sitzt. Patricia Mayr-Achleitner schlägt Sorana Cirstea mit 1:6, 6:3 und 6:4 - und macht die Überraschung für Österreich perfekt. "Nach dem schlechten ersten Satz? Einfach unglaublich", freut sich die glückliche Siegerin nach dem Match. "Das habe ich auch der Hilfe des Publikums zu verdanken - es ist immer großartig, daheim zu spielen."


Thomas Blazek, Dayli News

Top Themen der Redaktion