Zum Inhalt springen

Verbands-Info

Neues Präsidium beim ÖTV

Magnus Brunner Präsident, Jürgen Melzer Sportlicher Leiter

Das neue ÖTV-Power-Team: Martin Ohneberg, Elke Romauch, Präsident Magnus Brunner und Georg Blumauer (von links) ©GEPA-Pictures

Magnus Brunner ist neuer Präsident des Österreichischen Tennisverbandes. Der 48-jährige Vorarlberger wurde am 26. Oktober 2020 bei der außerordentlichen ÖTV-Generalversammlung einstimmig zum Nachfolger von Interimspräsidentin Christina Toth gewählt, die das Amt wie abgesprochen übergeben hat. Ehrengast der außerordentlichen ÖTV-Generalversammlung war Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler.

ABSCHIEDS-VIDEO VON CHRISTINA TOTH

Brunner ist seit 7. Jänner 2020 Staatssekretär im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Er hat Rechtswissenschaften in Innsbruck, Wien und London studiert. Brunner war von 2009 bis 2020 Mitglied des österreichischen Bundesrates, weiters auch 13 Jahre Vorstandsvorsitzender der OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG.

„Ich freue mich, dass ich von führenden Entscheidungsträgern für das Amt des Präsidenten vorgeschlagen wurde und meine Ideen in den Landesverbänden auf breite Zustimmung und Unterstützung gestoßen sind. Gerne nehme ich diese große Ehre und Herausforderung an“, sagt der neugewählte Präsident. Brunner ist seit Jahrzehnten tennisbegeistert, war selbst Bundes- und Landesligaspieler und ist nach wie vor aktiver Meisterschaftsspieler. Diese Begeisterung hat er auch an die nächste Generation weitergegeben, seine Söhne sind bereits als erfolgreiche Nachwuchs-Leistungstennisspieler aktiv. Als erfahrener Funktionär und ehemaliger ÖTV- und VTV-Vizepräsident ist Brunner derzeit auch Präsident seines Heimatvereins des TC Bregenz.

Unterstützt wird Brunner von den Vizepräsidenten Elke Romauch, Martin Ohneberg und Georg Blumauer.

Elke Romauch, 43, ist bereits seit März 2019 Vizepräsidentin und bleibt zuständig für rechtliche Angelegenheiten. Die Rechtsanwältin aus Graz ist auch studierte Mediatorin. Martin Ohneberg, 49, ist studierter Betriebswirt. Der Vorarlberger ist seit 2011 CEO der HENN Industrial Group GmbH & Co KG. Georg Blumauer, 46, hat in Wien und Chicago Jus studiert. Der Rechtsanwalt aus Wien war von 1993 bis 1999 Tennisprofi (Mitglied des Daviscup-Teams 1997, 8-facher österreichischer Staatsmeister, ATP Einzel 410).

„Mir ist wichtig, dass wir gemeinsam, als Team, den Österreichischen Tennisverband und das österreichische Tennis weiterbringen wollen. Dazu braucht es starke Länder und natürlich einen starken ÖTV“, sagt Magnus Brunner.

Das Motto des neuen ÖTV-Führungsteams lautet: „Alle Kräfte bündeln und von den Besten lernen.“

Die Ziele sind klar definiert:

  • „Breiter im Breitensport“ – mehr Tennisspieler in den Clubs
  • „Besser im Spitzensport“ – Entwicklung von Top-Athleten
  • Verbesserung der Kommunikation zwischen dem ÖTV, den Landesverbänden sowie diversen Gremien und Ausschüssen, um Transparenz und mehr Effizienz zu schaffen
  • Steigerung der Fördermittel in zusätzlichen Förderbereichen wie etwa Nachhaltigkeit, Inklusion, Infrastruktur (Südstadt, Halle und Plätze, Bürokonzept neu) und Digitalisierung
  • Neue wirtschaftliche Partner gewinnen (Digital- und Eventsponsoren)
  • Wertigkeit des Tennissports in Österreich heben – der ÖTV muss in sportpolitischen Gremien in Österreich (ÖOC, BSG etc.) und Europa (Tennis Europe, ITF) vertreten sein
  • Stärkere Förderung der Frauen im Tennissport
  • Entwicklung und Verbesserung sportlicher Eventformate (Bundesliga neu etc.)
  • Wirtschaftlicher Leiter Thomas Schweda
  • Sportlicher Leiter Jürgen Melzer

Magnus Brunner und seinem Team ist es gelungen, Jürgen Melzer als sportlichen Leiter zu gewinnen. Der Rekord-Daviscupspieler, 2011 Nr. 8 der ATP-Weltrangliste, fünffache Turniersieger im Einzel und dreifache Grand-Slam-Champion (zwei Mal im Doppel, Mixed), wird das Amt im Februar 2021 antreten. Derzeit ist der 39-Jährige noch erfolgreich auf der ATP-Tour tätig.

Jürgen Melzer wird:

  • sein Knowhow auch im Training auf dem Platz einbringen
  • die Zusammenarbeit mit allen LV-Leistungszentren und privaten Akademien forcieren
  • persönlichen Kontakt zu den besten Spielern und Trainern der Länder pflegen
  • die besten Athleten für die Südstadt / ÖLSZ begeistern
  • die Südstadt als TOP Campus und Trainingsstandort des ÖTV und der Landesverbände stärken
  • das ÖTV-Betreuerteam in allen verschiedenen Bereichen (Konditionstrainer, Arzt, Physio, Sportpsychologe) anführen

„Wir als Verband müssen ein Produkt anbieten, damit die Leute wieder zu uns kommen“, sagt Melzer. „Die Südstadt muss ein Top-Projekt werden. Es soll eine Ehre sein, dort zu trainieren. Meine Arme sind offen für alle. Diejenigen, die wir haben, möchten wir besser machen. Und wir möchten die besten Talente ausbilden. Ich möchte mein Knowhow auch auf dem Platz weitergeben. Es bringt mir nichts, wenn ich 30 Jahre, die ich Tennis spiele, in eine Dose stecke und keiner hat etwas davon. Ich glaube, ich habe in den letzten Jahren vor allem im Daviscup bewiesen, dass mir der ÖTV nahe steht. Deshalb werde ich dem ÖTV auch nach der Karriere treu bleiben.“

Top Themen der Redaktion

COVID-19Verbands-Info

SpitzensportlerInnen vom Lockdown ausgenommen

Die Verordnung der Bundesregierung, die mit 17. 11 in Kraft tritt, hat leider auch Auswirkungen auf den gesamten Amateursport in Österreich. Der ÖTV konnte aber erreichen, dass SpitzensportlerInnen weiter ihrem Beruf nachgehen dürfen.