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Kids & Jugend

Oberländer Tennisnachwuchs

Talentierte Tennis-Mädls im Kaysers Tirolresort

Ein starkes Trio: Anna Grüner, Anna Pircher und Lea Grüner (v.l.n.r.). (Foto Unterpirker)

Im Oberländer Tennis-Geschehen braucht es einem um den Nachwuchs nicht bange zu sein. Auch nicht um den weiblichen. Welche Rohdiamanten hierzulande schlummern, besser gesagt: bei Turnieren bereits etliche Male brillant hervorblitzten, zeigt sich etwa im Falle der fünfköpfigen Trainingsgruppe von Hannes König. 

Im Trainingsstützpunkt von Tennis Royal im Kaysers Tirolresort knallen in der Halle ununterbrochen die Bälle übers Netz. Das wäre an und für sich nichts besonderes. Doch nochmal richtig hingeblickt. Es sind drei junge Mädels, die gerade trainieren. Das Geschwisterpaar Lea (14) und Anna Grüner (11) sowie Anna Pircher (7) lassen gehörigen Unglauben in die Augen des Betrachters steigen. Vor allem Anna zeigt in ihrem zarten Alter eine Schlag- und Technikfertigkeit, die österreichweit seinesgleichen sucht. Mit vier Jahren begann sie unter der Leitung von Hannes König (Tennis Royal) mit dem Tennissport, rund drei Jahre später jagt die siebenjährige aus dem Bezirk Landeck (TC Zams) ihre Gegnerinnen quasi nach Belieben über das Tennisfeld. Dabei ist die Konkurrenz zumeist deutlich älter als sie.  

SCHÖNSTE AUFGABEN. Das Ausnahmetalent von Anna Pircher wurde freilich schnell erkannt, und von ihrer Mutter, Doris Pesjak-Pircher, früher selbst eine Spitzenspielerin, bald gefördert. „Es ist ein Gesamtpaket“, sagt Hannes König, „einerseits die Unterstützung der Eltern, andererseits auch Annas mustergültige Einstellung zum Training und dem Sport generell.“ Neben Tennis verbringt Anna ihre Zeit zudem mit Taekwando und Fußball. König: „Sie ist lernfreudig, hat ein Kämpferherz, brennt für den Sport und ist für ihr Alter schon sehr 'kopfstark'. Ein feines Mädel, sehr diszipliniert!“ Dieses große Lob wird Anna sehr gerne hören, und sie wohl noch mehr anspornen. Mit ihren sieben Jahren spielt sie offiziell noch die Stufe „Green“ (letzte Stufe vor dem Übergang auf den großen Tennisplatz, Anm.), aber in Wirklichkeit bereits zum größten Teil auf Ganzfeld inklusive Erwachsenenbälle. Also das volle Programm. „Es ist eine Freude mit ihr am Platz zu stehen“, nickt König, „das gehört zu den schönsten Aufgaben eines Trainers.“ Dennoch will der Tennis Royal-Stützpunkt-Inhaber den Ball flach halten. „Wir müssen ihre Entwicklung abwarten“, so König, der aber anfügt: „Mit ihrer Leidenschaft und ihrem Ehrgeiz kann man nur hoffen, dass sie das Tennis auch mal beruflich verfolgt!“ Beim Training soll nun Koordination und Schnelligkeit forciert werden.

BESTE BEDINGUNGEN IM KAYSERS. Und wie schaut es mit der Planung aus? „Heuer soll Anna noch auf Landes- und Bundesebene Erfahrungen sammeln, aber wir sind bereits dran, erste internationale Schritte zu setzen.“ Als eine von vielen Visitenkarten sei der Sieg bei den Tiroler U9-Landesmeisterschaften genannt. Den Titel holte sie sich in einer um zwei Jahre älteren Konkurrenz ohne (!) Satzverlust. Auch österreichweit „gibt es in ihrer Altersklasse momentan keine Spielerin, die mit ihr mithalten kann“, erklärt König. Auf einem ähnlichen Niveau agieren auch Lea und Anna Grüner, die auf Bezirks- und Landesebene sehr erfolgreich sind. „Sie spielen seit Jahren vorne mit, Anna ist auf Bezirksebene meist im vorderen Drittel zu finden.“ Neben den dreien gehören noch Jana Waldhard (TC Pfaffenhofen) und Dana Walser (TC Imst/Pitztal) zur Trainingsgruppe.

Klarerweise kommen die Erfolge nicht von ungefähr. Hannes König, der sich vorbildhaft für den Nachwuchs engagiert, findet bei seinem Trainingsstützpunkt im Kaysers Tirolresort beste Bedingungen vor: „Ein großes Dankeschön an die Familie Angelika und Manfred Jele, die immer ein großes Herz für den Tennissport – vor allem für Kinder und Jugendliche – zeigen, und das tatkräftig unterstützen“, so König. Man darf gespannt sein, mit welchen Erfolgen die Mädels noch überraschen...

Bericht von Von Albert Unterpirker (gekürzt von Sylvia Plischke)
Erschienen in der Rundschau vom 25/26. April 2018, Seite 58

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