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Liga

Philipp Schroll der Grenzgänger

1. Tag Hauptbewerb Future-Turnier Telfs


Foto: Philipp Schroll (kristen-images.com)   

Austria F3 Future Telfs


Blitz und Donner mit Starkregen über dem Birkenberg. Aber keine Gewitterstimmung am ersten Spieltag des Future-Tennisturniers. Weder im Spielerlager noch bei Funktionären oder Schiedsrichtern. Im Gegenteil. Einsatzbereitschaft und Vorfreude auf den ersten Spieltag im Hauptbewerb regierte. Vor allem bei Philipp Schroll.
Der Grenzgänger, der zwischen Bayern und Tirol hin und her pendelt (er wohnt in Reith im Winkl, und spielt für den TC Telfs) betrat Neuland. Erstmals stand der 18jährige im Hauptfeld eines Future-Turniers. Dank einer Wild Card des Veranstalters, für den er um Bundesligapunkte kämpft. Durchaus erfolgreich übrigens. Um den ersten ATP-Punkt seiner Karriere ging es gestern gegen Dominik Suk (CZE).
Schroll rackerte und kämpfte, am Ende hatte aber Suc die Nase vorne, gewann 6:4, 6:4. Dennoch: Schrolls Leistung war die Wild Card wert. Nun ruhen die Tiroler Hoffnungen im Einzel auf den Wahltiroler Bastian Trinker. Er wird im Kampf gegen Dominic Weidinger (Dienstag nicht vor 11.30 Uhr) klar favorisiert. Apropos Favoriten: am ersten, wegen Regens unterbrochenem Spieltag, gab es durchwegs Siege der Favoriten, wobei sich mit Pascal Brunner der erste Österreicher fürs Achtelfinale qualifizierte. Erstmals am Dienstag im Einsatz der Tiroler Doppelspezialist Sebastian Bader. Mit Gavin van Peperzeel (AUS) auf seiner Seite trifft er auf den Seefelder David Johansson (SWE), der mit Jacob Kahoun (SUI) Doppel spielt.
Dienstag, Spielbeginn 10 Uhr, Einzel. Nicht vor 15 Uhr Doppel.



Im Future-Land Tirol geht es Schlag auf Schlag. Während in Seefeld das Endspiel des "Austria F2 " am Ende von zwei langen Turnierwochen am Samstag am Spielplan stand, wurde eine Etage tiefer (gemessen an den Höhenmetern) am Birkenberg in Telfs mit der Qualifikation für "Austria F3" begonnen. Mit dem ansehnlichen Feld von 56 Teilnehmern. Darunter zu finden die Tiroler Adrian Gruber (IEV), Matthias Raubinger (Stans) und Matthias Haim (Kolsass), den Seefelder mit schwedischem Pass, David Johansson, und den Wahltiroler Jonas Trinker (Pörtschach).
Vorweg: Nur Haim und Trinker kamen eine Runde weiter. Während Trinker in der zweiten Quali-Runde verlor, eroberte sich Haim wie im Vorjahr einen Platz im Finale der Qualifikation. Dort war dann Endstation. Der Tiroler, der in Vorarlberg trainiert, musste sich dem Schweizer Jacob Kahoun in zwei Sätzen beugen. "Heute war nicht viel für mich drin und außerdem war ich von den zwei Quali-Spielen des Vortages noch etwas müde", meinte der 16jährige, der in diesem Jahr u.a den Inntalcup in Stans gewann. Jetzt wartet auf Haim die U18-ÖM, dann steht die Qualifikation für das Future-Turnier in Kramsach am Programm.

Am Spielplan des Future-Turniers in Telfs stehen am Montag erste Runden des Hauptbewerbs im Einzel und Doppel. Und durchaus erfreulich: zehn Österreicher stehen am Raster des 32 Spieler umfassenden Einzelfeldes. Auf Nummer zwei gesetzt, hinter Matteo Donatti (ITA), Bastian Trinker. Er kommt mit der Empfehlung des Future-Sieges in Seefeld nach Telfs, wird aber erst am Dienstag zum Einsatz kommen. "Ich bin körperlich so fit, dass ich keine Pause zwischen Seefeld und Telfs einlegen muss", betont der 24jährige, der auch am Birkenberg gewinnen möchte. Die Form stimmt jedenfalls.

In Schwung auch das Team um den Telfer Sportwart Dietmar Härting. Trotz Regenunterbrechung am ersten Qualifikationstag gab es am Birkenberg ausgezeichnete Verhältnisse. Auf einer Anlage mit renovierten Nassräumen, die einen neuen Sieger erleben wird. Titelverteidiger Janez Semrajc ist in diesem Jahr nicht dabei.

Die Gesetzten:
1 Matteo Donatti (ITA)
2 Bastian Trinker (AUT)
3 Remi Boutillier (FRA)
4 Patrick Ofner (AUT)
5 Moritz Baumann (GER)
6 Adrian Partl (SVK)
7 Pascal Brunner (AUT)
8 Ivan Endara (ECU)
Wild Card: Dominic Weidinger, Lucas Miedler, Sebastian Ofner, Philipp Schroll (all AUT).
Spielbeginn, Montag, 11 Uhr.

Robert Ullmann

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