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Liga

Platzangst beim TC Wörgl

Werden Bundes- und andere Teams heimatlos?


Bild: Das Damenteam des TC Wörgl sicherte sich den Titel in der 2. Bundesliga (kristen-images.com)


Die Anlage in Bad Eisenstein ist ein guter Tennisboden. Für alle Klassen. Das beweisen die Erfolge in den Tiroler- und österreichischen Bewerben und in den diversen Ligen. Herauszustreichen die oftmaligen österreichischen Meistertitel der Senioren und der jüngste Erfolg des Damenteams in der 2. Bundesliga. Dennoch droht Ungemach. Die Kündigung des Pachtvertrages Ende Oktober, vor allem aber, dass keine Lösung der prekären Situation in Sicht ist, bremst die Euphorie über Platz 1 des Damenteams und schürt Ängste für die kommende Saison. "Die Zukunft der Anlage ist nicht gesichert", erklärt Mannschaftsführer Stefan Schneck. "Wir wissen noch immer nicht wo wir in der kommenden Saison Meisterschaftsspiele bestreiten werden". Dabei verlief die vergangene Bundesligasaison für das Wörgler Damenteam wie auf Schienen. Die gute Zusammensetzung des Quintetts, sowie die mannschaftliche Stärke waren das Geheimnis des unerwarteten Erfolges, der nach 2012 wieder mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga belohnt wurde. Diese wird übrigens 2017 auf zehn Vereine aufgestockt und im gleichen Modus wie jene der Herren durchgeführt. Der Ordnung halber: am letzten Spieltag feierte Wörgl zuhause gegen den ersatzgeschwächten UTC Ried einen 7:0-Kantersieg.


Sieglos blieben dagegen die anderen Tiroler Bundesligateams. Die Damen des TK IEV verloren mit den künftigen jungen Hoffnungsträgern in der 1. Bundesliga das Auswärtsspiel in Graz 2:5. Nach einem 2:3-Zwischenstand traten die Innsbruckerinnen zu den fälligen Doppelspielen nicht mehr an. Die Punkte für den IEV eroberten Jana Jais und Eva Hoch. Letztere krönte ihr Leistungshoch in der Saison 2016 mit einer makellosen Bilanz blieb in sieben Begegnungen (die Einsätze in Deutschland mitgerechnet) unbesiegt. Eine erfreuliche Bilanz. Die zog auch Mannschaftsführerin Martine Stauder ("Insgesamt ist die Meisterschaft gut verlaufen"), fordert aber gleichzeitig für die Saison 2017 ein Änderung des Legionärinnen-Einsatzes. "Vier Nicht-Österreicherinnen in einem Team sind einfach zu viel". Poos will dagegen den Tiroler Weg, also den Einsatz von heimischen Spielerinnen weiterverfolgen.


Das gleiche Ziel strebt man auch für die Telfer Herren-Mannschaft an. Erste Schritte dazu gab's mit den mehr oder weniger erfolgreichen Einsätzen der jungen Eigenbauspieler. Wie die 3:6-Niederlage zum Saisonende in Dornbirn aber aufzeigt - ohne Legionäre (Daniel Lustig fehlte) sind die Erfolgsaussichten eingeschränkt. Das Ziel Klassenerhalt wurde aber mit erfreuliche Erfolgen erreicht. Und mehr will die sportliche Führung des TC Telfs vorerst nicht.


Ergebnisse:
1. Bundesliga Damen: Grazer Parkclub - TK IEV 5:2 (3:2);
2. Bundesliga Damen: TC Wörgl - UTC Ried 7:0; Herren: TC Dornbirn - TC Telfs 6:3 (4:2).


Robert Ullmann
(TTV Pressereferent)

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