Liga

Schmalkost im Future-Reigen

Gleich 3 Turniere dieser Art fallen in Tirol aus

Bild: Bastian Trinker gewann 2014 das Future-Turnier in Seefeld (Foto kristen-images)

Tennis-Tirol ist um einen Turnierort und drei Future-Turniere ärmer. Seefeld, das in den vergangenen drei Jahren die österreichische Future-Serie der Herren im Juni eröffnete, fehlt heuer in der weltweiten Turnierlandschaft der untersten, mit 10.000 Dollar dotierten Kategorie im Profi-Circuit. Auch das Damenturnier beim IEV wird nicht mehr durchgeführt.


"Der ÖTV hat uns den Termin vom 20. bis 26. Juni einfach weggenommen und durch die österreichischen Meisterschaften in Oberpullendorf ersetzt", klagt Organisator Hakan Dahlbo. Der Schwede gießt mit den Worten "unseriös und unverständlich" noch einen Schuss heißes Öl in den Konflikt mit dem Tennisverband.


Aus der ÖTV-Zentrale hört man wiederum, dass Dahlbo zwei andere Termine angeboten wurden - nämlich einen Ende Juni und einen zweiten im August -, die von Dahlbo aber abgelehnt wurden. Wettspielreferent Stefan Hirn, seit 1. Jänner im Amt: "Es hat keine anderen Optionen gegeben. Für uns sind die österreichischen Meisterschaften wichtiger als Future-Turniere". Hirn war übrigens überrascht, dass aus Seefeld nicht mehr Gegenwind gekommen ist. "Für diese vorgeschlagenen Termine finden wir weder Sponsoren noch Hotelunterkünfte", kontert Dahlbo mit dem Wissen, dass ab 2017 das Preisgeld pro Future-Turnier auf 15.000 Dollar erhöht werden muss.
Für den Tiroler Tennissport, vor allem für die jungen Hoffnungsträger, die auf dem Sprung zu einer internationalen Karriere stehen, ist die Streichung der Doppelveranstaltung in Seefeld, aber auch die Absetzung des Damenturniers in Innsbruck, ein Verlust, weil dadurch die Möglichkeit verloren geht, praktisch vor der Haustüre Punkte für die Weltranglisten zu sammeln.


Das gelang mit den Turniersiegen in Seefeld Bastian Trinker (2014) und Patrick Ofner (2013) eindrucksvoll. Die Absage der Turniere bedauert auch TTV-Präsident Walter Seidenbusch. "Schade, die Turniere haben bisher optimal in den Turnierkalender gepasst".


Durch den Rückzug des Damenturniers beim IEV Tiroler Wasserkraft (Präsident Harald Stauder: "Wir konzentrieren uns heuer auf die Damen-Bundesliga und das Herren-Turnier") finden nur mehr drei Future-Turniere um jeweils 10.000 Dollar Preisgeld in Tirol statt, nämlich jene in Telfs, Kramsach und Innsbruck. Damit hält in der Future-Saison 2016 in Tirol die Schmalkost Einkehr.

Herren-Future-Turniere in Tirol 
Telfs: 4. - 10. Juli

Kramsach: 11. - 17. Juli

 
Innsbruck: 8. - 14. August

 
Robert Ullmann

Top Themen der Redaktion