Verbands-Info

"Team Tirol" bei ÖTV-Trainer-Fortbildung

mit Murray und Innauer

Am Sonntag, den 11. Oktober 2015, gab es zum ersten Mal eine von unserer Referentin des Lehrreferats, Petra Russegger, initiierte, eigene TTV-Busfahrt von Innsbruck nach Linz zur diesjährigen ÖTV-Trainer-Fortbildung im Rahmen des Generali Ladies. Neben Judy Murray gab es Vorträge von Judith Draxler-Hutter, Björn Krenn und Toni Innauer.

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Nach Toni Nadal 2013 und Nick Bollettieri 2014 kam heuer Judy Murray als Stargast zur ÖTV-Fortbildungsveranstaltung. Die Mutter von Andy Murray, dem Tennis-Ass aus Schottland, referierte vorrangig über ihr Projekt "Miss-Hits", das sich damit beschäftigt, wie man fünf- bis achtjährigen Mädchen den Tennissport schmackhaft machen und Lust auf Freundschaft und Spaß beim Spiel wecken kann. "Das funktioniert am besten mit dem Team-Gedanken", sagte Murray, die seit vier Jahren dem britischen Fed-Cup-Team als Kapitänin vorsteht. 

Tennis sei ja prinzipiell ein Einzelsport, aber: "Nur in Gruppen können die Mädchen Lust auf den Sport bekommen. Ohne Konkurrenzdruck. Ohne Neid." So wird zum Aufwärmen getanzt. Weil Tanzen cool ist. Es gibt kein Netz, sondern nur ein Tape-Band. Gespielt wird mit Softbällen. Die sechs Schläge, die den Kindern im Zwölf-Wochen-Programm beigebracht werden, haben Mädchennamen. "Man muss wissen, wer einem zuhört", befand Judy Murray. "Die Girls merken sich nicht, wer wann die Australian Open gewonnen hat, sondern dass der Centre Court in Australien blau ist und man darauf Eier braten kann, wenn die Sonne scheint. Oder, dass Maria Sharapova die ist, die immer mit der Handtasche ins Stadion kommt. Das finden sie cool."

(c) GEPA pictures/ Matthias Hauer Judy Murray - Tennis - WTA Generali Ladies Linz 2015

ÖTV-Präsident Robert Groß war angetan vom Vortrag und den praktischen Übungen auf dem Platz. "Mädchentennis ist ein Thema, das dem Österreichischen Tennisverband ein großes Anliegen ist. Diese Veranstaltung bietet für unsere Coaches die tolle Chance, von den Erfahrungen der Besten zu profitieren." Der Olympiasieger und Weltmeister im Skispringen, Toni Innauer, sprach am Nachmittag über "Leistungskultur im Spitzensport" und griff dabei sehr anschaulich auf seine Erfahrungen als Sportler, Trainer und Sportmanager zurück. Die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin und Sportpsychologin Judith Draxler-Hutter und Björn Krenn erläuterten die Persönlichkeitsentwicklung im Nachwuchstennis: Wie kann durch die Coaching- und Beziehungsgestaltung die Persönlichkeitsentwicklung der Athleten vorangetrieben werden? (tennisnet.com)

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Das Tiroler Resümee? Einige praktische Werkzeuge für die tägliche Arbeit gab es von Judy. Die anderen Themen waren zwar interessant, aber auch mittels Nachlesen zu erfahren. Obwohl vieles bereits bekannt war, gab es doch wertvolle Impulse, am Platz in der Arbeit mit Kindern auch eigene Kreativität mit Know-how zu koppeln. Es geht nicht nur darum, tennis-spezifisches Können zu vermitteln, sondern vor allem für den Sport und das Erlernen von diversen Bewegungen zu begeistern und auch darum, dass man Tennis auf der einen Seite gegeneinander (den Ball weg vom Gegner), aber auch bewusst miteinander (den Ball zum Partner möglichst sauber und fehlerfrei) spielt. Dass insgesamt 13 TirolerInnen anwesend waren unterstreicht das Interesse der TrainerInnen, "am Ball zu bleiben" und die Initiative von Petra Russegger. 

Fortsetzung 2016 folgt! :)

Sylvia Plischke 

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