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Turniere

Thiem feiert den ersten Turniersieg auf heimischem Boden

Generali Open Kitzbühel

Turnierveranstalter Markus Bodner (li) und Herbert Günther jubelten mit Dominic Thiem. Generali Kitzbühel Open, Fotocredit: Mia Knoll

26 Jahre nach Thomas Muster hat das Generali Open Kitzbühel wieder einen Einzel-Turniersieger aus Österreich: Dominic Thiem elektrisierte die Massen im restlos ausverkauften Kitzbüheler Center Court und erfüllte sich und den österreichischen Tennisfans den Traum vom ersten ATP-Titel auf heimischem Boden. Erstmals seit 1951 gibt es aber gleich zwei österreichische Turniersieger: Philipp Oswald jubelt an der Seite seines slowakischen Doppelpartners Filip Polasek ebenfalls über den Premieren-Titel in Kitzbühel. 

Der erste Turniersieg  eines Österreichers in Kitzbühel seit 9490 Tagen ließ Kitzbühel und ganz Tennis-Österreich am Samstag Kopfstehen. Dominic Thiem erfüllt sich an jenem Ort, an dem er schon so viele Premieren feierte (erstes ATP-Match, erstes ATP-Finale) seinen Kindheitstraum vom Turniersieg und dem ersten ATP-Titel auf heimischem Boden: „Vom Turniersieg träume ich, seit ich ein kleiner Bub bin. Das Turnier hat mich von Beginn an unterstützt. Ich habe vier Mal eine Wildcard erhalten: 2010, 2011, 2012 und 2013, und bin jetzt glücklich, dass ich den Veranstaltern etwas zurückgeben kann. Was die Leute hier aufgebaut haben, ist einmalig. Ich hoffe, dass wir es alle gemeinsam schaffen, dass der Status, den das Turnier zur Zeit hat, nämlich für mich eines der besten ATP Turniere auf der Tour zu sein, lange Bestand hat. Ich werde versuchen, meinen Teil beizutragen. Ich kann es kaum erwarten, bis ich nächstes Jahr zurückkomme und natürlich werde ich versuchen, die Gams zu verteidigen“, so Thiem.
 
Zwei österreichische Turniersieger an einem Tag
 
Nach 68 Jahren gibt es im selben Turnier und Jahr noch einen zweiten Titelgewinner aus Österreich: Philipp Oswald erfüllte sich mit seinem slowakischen Doppel-Partner Filip Polasek wenige Stunden vor Dominic Thiem ebenfalls seinen Kindheitstraum vom Titel-Gewinn in Kitzbühel: „Vor dieser Kulisse und dem heimischen Publikum war das heute der emotionalste Sieg meiner Karriere. Seit ich 1999 mit 13 Jahren zum ersten Mal als Zuschauer in das Turnier hier reinschnuppern durfte, bin ich verliebt in Kitzbühel“, so Oswald. 
 
Auch die Veranstalter jubeln über den Erfolg der 75. Auflage des Generali Open Kitzbühel: 51.500 Zuschauer stürmten das Eventgelände und sorgten trotz des teilweise durchwachsenen Wetters für tolle Gänsehautstimmung. Vier Mal in Folge war der Center Court ausverkauft. Auch der Termin für die nächste Auflage steht bereits fest: Das 76. Generali Open Kitzbühel findet von 25.Juli bis 1. August 2020 statt. 

End-Raster

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3. August 2019

Fünf Jahre nachdem er in Kitzbühel in das erste ATP-Finale seiner Karriere einzog, steht Dominic Thiem als Nummer vier der Welt wieder in einem Endspiel des Generali Open. "Kitzbühel zu gewinnen, ist seit Kindheitstagen ein großer Traum von mir und ich werde alles dafür geben", so Thiem. Tennis-Österreich hofft nun am Samstag (Einzelfinale nicht vor 15 Uhr) auf den ersten Einzel-Titel eines Österreichers seit 26 Jahren! Und noch ein Österreicher schlägt um den Kitzbühel-Sieg auf: Philipp Oswald hält die rot-weiß-roten Hoffnungen im Doppel-Bewerb (ab 12.30 Uhr) hoch.

Was für eine fesselnde Partie und ganz großes Kino der österreichischen Tennis Nummer eins: Dominic Thiem spielte sich und die Fans am Kitzbüheler Center Court in der Semifinal-Partie des Generali Open Kitzbühel in Extase: Spätestens  nach der kurzen Regenpause hielt die Fans im Tie Break des zweiten Satzes nichts mehr auf den, zum dritten Mal in Folge, restlos ausverkauften Sitzen. Gegen den Italiener Lorenzo Sonego präsentierte sich Thiem wesentlich aggressiver und angriffiger als noch im Viertelfinale: „Es war ein sehr gutes Match. Sonego hat heute sehr gut gespielt, vor allem auch im Tie Break, da hatte ich sicher auch Glück. Es wäre nicht gut gewesen, wenn die Partie da nach der Regenpause mit einem dritten Satz nochmals neu begonnen hätte“, so Thiem. 
Erstmals nach 26 Jahren könnte es also am Samstag mit dem ersten Kitzbühel-Titel eines Österreichers seit Thomas Muster klappen, für den 13-fachen Turniersieger wäre es der erste Titel auf heimischem Boden und das in Kitzbühel, wo Thiem schon so viele Premieren feierte: „Ich habe heute alles gegeben, um im Finale zu stehen. Kitzbühel zu gewinnen, ist seit Kindheitstagen ein großer Traum von mir und ich werde alles dafür geben.“
Mit Gstaad-Sieger Albert Ramos-Vinolas wartet aber ein unangenehmer Gegner, dessen Formkurve nach oben zeigt: „Er war vor zwei Jahren schon einmal in den Top-20 und nähert sich jetzt wieder diesem Level an. Außerdem fühlt er sich in der Höhenlage sehr wohl und hatte heute ein solide Partie gegen Ruud. Zweimal habe ich schon gegen ihn gespielt, zuletzt in Rio. Das war ein super Match von mir und daran versuche ich mich morgen zu halten“, so Thiem.
 
Und noch ein Österreicher steht im Endspiel des Doppel-Finales von Kitzbühel. Philipp Oswald setzte seine Erfolgsserie an der Seite seines Doppel-Partners Filip Polasek fort und feiert mit dem Finaleinzug im Doppelbewerb des Generali Open einen weiteren großen Karriere-Erfolg: 
2012 gab es den letzten Doppel-Sieg mit österreichischer Beteiligung beim Kitzbüheler Turnier, auch von einem Vorarlberger: Julian Knowle gewann da an der Seite von Frantisek Cermak. 

Spielplan Finaltag

 

2. August 2019

Die Thiem-Festspiele in Kitzbühel gehen weiter: Dominic Thiem steht im Semifinale des Generali Open. „Ich bin definitiv in Kitzbühel-Stimmung“, freut sich der österreichische Tennisstar, der heute gegen den Spanier Pablo Andujar einen Arbeitserfolg feierte.

Mit Standing Ovations beim "Walk On Court" eröffnete Dominic Thiem die Viertelfinal-Partie gegen den Spanier Pablo Andujar. Wieder war der Center Court heute restlos ausverkauft. Gegen den gut eingestellten Spanier feierte die Nummer eins des Turniers aber einen echten Arbeitssieg: „Ich habe um jeden Punkt voll gefightet und nicht richtig in mein Spiel gefunden. Spielerisch war das sicher keine Glanzleistung. Aber solche Matches passieren bei fast jedem Turnier. Es sind auch ein paar sehr gute Sachen aufgeblitzt und ich werde schauen, dass ich es morgen wieder deutlich besser mache. Die Stimmung am Center Court hat mir heute definitiv geholfen“, so Thiem, der nach 2015 wieder einen Semifinal-Einzug in Kitzbühel feiert.

Nun wartet der 24-Jährige Italiener Lorenzo Sonego, der sich bei seinem dritten Kitzbühel-Auftritt zu einem echten Publikumsliebling gemausert hat - nicht nur aufgrund seines Marathon-Matches in der ersten Runde gegen Federico Delbonis (3h36min), sondern auch aufgrund seiner Emotionen am Court: „Ich habe seine Partie heute gesehen. Er hat einen super ersten Aufschlag und eine sehr, sehr gute Vorhand. Wenn er mit dieser Kombination gut serviert und die ersten Bälle auf die Vorhand bekommt, dann gibt es wenig entgegen zu setzen. Ich werde schauen, dass ich gut retourniere und mehr über die Rückhand spiele“, so Thiem.

Oswald/Polasek im Doppel-Semifinale

Mit Philipp Oswald, an der Seite von Filip Polasek, steht noch ein weiterer Österreicher im Semifinale des Generali Open Kitzbühel. Die Doppel-Partie gegen Roman Jebavy und Matwe Middelkoop wird morgen um 11.30 Uhr den Semifinal-Tag am Center Court eröffnen. Nicht vor 13.30 Uhr folgt das erste Einzel-Semifinale mit dem norwegischen Youngster Casper Ruud gegen den Spanier Albert Ramos-Vinolas. Im dritten Match des Tages ist dann wieder "Thiem-Time" am Center Court angesagt: Auch morgen sind die Plätze am Court restlos ausverkauft. 

Spielplan für Freitag, 2. August

Raster Generali Open Kitzbühel

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1. August 2019
Thiem im Viertelfinale

Auch für die Nummer vier der Welt war die Night-Session am Mittwoch vor vollem Haus am Kitzbüheler Center Court ein alles andere als gewöhnliches Match. Thiem setzte sich klar in zwei Sätzen (6:3,6:2) gegen Landsmann Ofner durch und trifft am Donnerstag im letzten Match des Tages auf den Spanier Pablo Andujar.

Auch für die Nummer vier der Welt war die Night-Session vor vollem Haus am Kitzbüheler Center Court ein alles andere als gewöhnliches Auftaktmatch in ein Turnier: „Ich hatte schon beim Einmarsch totale Gänsehaut. Erste Runde, volles Haus, dazu ein Österreicher-Duell gegen den Ofi, den ich wirklich gut kenne und mit dem ich oft trainiere. Das Level war gut und ich bin wirklich sehr froh, dass ich hier in Kitzbühel wieder einmal in einem Viertelfinale stehe“, so Thiem, der sich klar in zwei Sätzen gegen den Landsmann durchsetzte. Nun wartet zum dritten Mal in Thiem`s Karriere der spanische Sandplatz-Spezialist Pablo Andujar, Semifinalist von Gstaad, auf den Niederösterreicher: „Er spielt gut, fühlt sich vor allem in Höhenlage wohl. Aber ich hoffe, dass ich das Publikum auf meiner Seite haben werde und freue mich auf das Match“, so Thiem.
 
Zwei Generationen-Duelle und Österreichs Tennis-Star im Viertelfinale
 
Mit Oliver Marach und Jürgen Melzer, dem topgesetzten Doppel, eröffnet am Donnerstag ein österreichisches Duo den Viertelfinal-Spieltag des Generali Open.   
Danach wartet nicht vor 13 Uhr am Center Court ein echtes Generationen-Duell. Der 20-jährige Next Gen-Spieler Casper Ruud (NOR) trifft auf Sandplatz-Dauerbrenner Pablo Cuevas (URU). Letzterer verabschiedete Dennis Novak aus dem Turnier: „Ich bin zwar nicht top gestartet, aber dann habe ich begonnen, gutes Tennis zu spielen. Es war sicherlich nicht einfach gegen einen Österreicher. Es ist schön, jetzt im Viertelfinale zu stehen“, so Cuevas.
 
Beim achten Antritt in Kitzbühel soll es für die Nummer drei des Generali Open, Fernando Verdasco, nach 2007 endlich wieder mit einem Semifinal-Einzug bei einem seiner Lieblingsturniere klappen. Der Spanier, der in der Gamsstadt schon dreimal in einem Semifinale, und 2005 im Finale stand, trifft in einem zweiten Generationen-Duell auf den italienischen Sympathieträger Lorenzo Sonego. Mit Philipp Oswald/Filip Polasek schlägt noch ein weiterer Österreicher am Court Küchenmeister auf. Es geht gegen die Kitzbühel-Doppel-Sieger Pablo Cuevas und Guillermo Duran.

Spielplan Donnerstag

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