Verbands-Info

TIROL ALS PERFEKTER GASTGEBER

Die Weichen wurden in Wien gestellt. In Tirol, im Innsbrucker Hotel Ramada, wurde dann alles auf Schiene gebracht. Der ÖTV-Expreß dampft in Zukunft unter neuer Führung. Ronnie Leitgeb löst nach 15 Jahren Ernst Wolner als Präsident des zweitgrößten österreichischen Fachverbandes ab.

„Ich habe dreißig Jahre mit Sportlern zu tun gehabt, jetzt fühle ich mich verantwortlich dafür, eine Basis für ein funktionierendes System für junge Sportler zu schaffen“, begründete Leitgeb seinen Entschluss sich der Wahl zu stellen. Eine Wahl, die einstimmig erfolgte. „Das ist wie ein Heimkommen in eine Familie“, sagte der Wiener nach der Wahl. Auch alle weiteren Präsidiumsmitglieder wurden übrigens einstimmig gewählt. Ohne Gegenstimme erfolgte außerdem die Ernennung Wolners zum „Ehrenpräsidenten“. Ein Zeichen der Harmonie.

Wie überhaupt unter Leitgeb zwischen den Landesverbänden und dem ÖTV Harmonie und Zusammenarbeit großgeschrieben werden. „Ich habe nichts gegen Kritik, sie soll aber im Hause bleiben. Außerhalb, gegenüber der Öffentlichkeit müssen wir einen geschlossenen Verband präsentieren“.

Im Focus des Neo-Präsidenten stehen vorerst die Projekte Spitzensport und Ausbildung. „Nur über hochqualifizierte Trainer können wir Erfolge feiern“, betonte der 52-Jährige und setzt dabei große Hoffnungen auf den Ausbildungsleiter aus Tirol, auf Harald Mair. Viele Vorschusslorbeeren verteilte der Manager von Jürgen Melzer auch an den neuen ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel. Er soll ein junges Fed-Cup- und Daviscupteam aufbauen, wobei der Stützpunkt Südstadt gestärkt werden muss. Devise: Vom Verein ins Nationalteam. Ein Kreislauf, der geschlossen werden muss.

Eine Herzensangelegenheit sei der Breitensport. Im ITN-Bereich läge dabei noch ein großes Potential. Abschließend meinte Leitgeb, dass er sich in den kommenden drei Jahren bemühen werde, „nichts zu verschlafen“.

Hellwach war Tirols Präsident Walter Seidenbusch bei der Ausrichtung der dreitägigen Tagung. „Er war“, so die Meinung der ÖTV-Spitze und der Delegierten, „ein perfekter Gastgeber“. In der Tat: Nicht nur in der Organisation der Sitzungen, dank der Unterstützung durch das Land Tirol und die Stadt Innsbruck wurde ein erlebnisreiches und sehenswertes Rahmenprogramm geboten. Angefangen von „Tennis bei Nacht auf höchstem Niveau“ über „Feinkost in der Villa Blanka“. Und das alles über den Dächern von Innsbruck, das seinem Ruf als Tourismus-Metropole einmal mehr gerecht wurde.

„Alles ist möglich“ war zum Beispiel das Motto beim Show-Tennis der Jugendlichen um Trainer Andreas Moitzi und Lehrreferent Harald Mair auf der Seegrube. Sie präsentierten dem neuen ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel bei klirrender Kälte im Schnee und bei Scheinwerferlicht so zu sagen Tennis auf höchsten Niveau. Nämlich auf 1905 Meter. Von solchem Einsatz angetan überschlug sich Innsbrucks Sportamtsleiter Romuald Niescher förmlich mit Lobeshymnen auf den Tennissport.

Viel Lob zollte auch der oberste Sport-Funktionär des Landes beim Empfang in der Villa Blanka, Reinhard Eberl. „Im ÖTV und dadurch auch im Tiroler Tennisverband hat die Jugendarbeit oberste Priorität, das ist im Sinne der Tiroler Sportförderung“. Er beendete seine Begrüßungsworte mit dem sinnigen Spruch „In einem Spiel lernt man einen Menschen besser kennen als in einem ein Jahr dauerndem Gespräch“.
Für positiven Gesprächsstoff und glänzende Stimmung unter den Delegierten des Galaabends sorgte die „Rangger Volksmusikbande“ mit Musik und Stanzl’n der unterhaltsamen Art. Ein Abend, der genauso wie die Einladung auf die Seegrube in Erinnerung bleiben wird. Und das war im Sinne des gastgebenden Tiroler Tennisverbandes.

(Robert Ullmann)

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