Turniere

Topspieler in Wimbledon 2017

Blick von Tirol nach Wimbledon

Novak "Nole" Djokovic (pixabay.com)

Jetzt, da die French Open vorbei sind und die Aufregung sich gelegt hat, richten sich alle Augen auf die Wimbledon Championships 2017. Sowohl das Männer- als auch das Frauenturnier versprechen echte Knüller zu werden. Im Wettbewerb der Männer könnte die Rückkehr zur Bestform zweier ehemaliger Champions für Erinnerungen und alten Glanz sorgen. Das Fehlen von Serena Williams macht den Ausgang des Frauenturniers völlig offen, und eine neue Grand-Slam-Gewinnerin wird die Trophäe in den Himmel halten. Vor diesem Hintergrund wollen wir jeweils vier Topspieler bei den Männern und Frauen näher betrachten, die nach unserer Meinung im bevorstehenden Turnier in Wimbledon Aufsehen erregen werden.

Männerturnier

Andy Murray

Der an Position eins gesetzte Titelverteidiger hofft auf einen weiteren Sieg auf Rasen, seinem bevorzugten Untergrund. Murray geht zuversichtlich in das Turnier. Nach einem schwierigen Start in das Jahr, in dem er kränkelte und an einer Ellbogenverletzung laborierte, zeigt er sich fast auf höchstem Leistungsniveau.

Murray wird enttäuscht gewesen sein, dass er es nach seinem epischen Vier-Stunden-Halbfinale gegen den Schweizer Stan Wawrinka, das mit 6-7, 6-3, 5-7,7-6, 6-1 endete, nicht ins Finale der French Open geschafft hat. Doch er geht gestärkt aus dem Turnier hervor, bei dem die meisten ihm nicht viel zugetraut hatten.

Der als Nummer eins Gesetzte wird weit kommen im Wettbewerb. Seit 2006 hat er sich jedes Mal für das Viertelfinale qualifiziert und in den letzten 8 Turnieren hat er nur einmal das Halbfinale verpasst.

Roger Federer 

Nach seinem Sieg im Januar bei den Australian Open hofft der frühere Wimbledonsieger auf einen weiteren Grand-Slam-Triumph in diesem Jahr. Viele Tennisfans halten ihn aufgrund seiner wiedergefundenen Form für einen starken Favoriten. Zur Zeit bereitet er sich auf Wimbledon beim Stuttgarter Rasenturnier vor, wo er in der zweiten Runde auf Tommy Haas trifft. Laut einigen Berichten ist dies Haas’ letzte Tennissaison

Federer gilt als klarer Favorit in diesem Match, der Tennis-Webanalysedienst bwin sagt bei einer Quote von 1.08 zu 7.50 einen leichten Sieg für ihn voraus. Diese Prognose basiert darauf, dass Federer im Gegensatz zu Tommy Haas 2017 ein sehr starkes Jahr hatte. Während Federer die Australian Open gewann, musste Haas im zweiten Set der ersten Runde aufgeben. Bei den Indian Wells Masters schlug Federer den auf Platz drei gesetzten Wawrinka im Finale. Obendrein gewann er das Miami Open als viertgesetzter Teilnehmer. Haas hingegen hat in 21 Monaten nur ein einziges ATP-Turnier gewonnen, die U.S. Meisterschaften 2017 auf Sand. Federer ist zur Zeit die Nummer fünf der Weltrangliste, während Haas auf Platz 302 zurückgefallen ist.

Im kommenden Match treffen die beiden Spieler zum 17. Mal in ihrer Karriere aufeinander. Federer hat bei diesen Begegnungen dreizehn Mal den Sieg davongetragen, Haas hat dreimal gewonnen. Zum letzten Mal hat Haas gegen Federer im Finale des Gerry Weber Open in Halle gewonnen, ebenfalls ein Rasenturnier, bei dem er Federer mit 7-6 und 6-4 bezwang. Ihr berühmtestes Match war das Halbfinale in Wimbledon 2009, das Federer mit 7-6, 7-5, 6-3 für sich entschied.

Rafa Nadal

Auch der spanische Tennisstar erlebte 2017 ein Comeback. Nach Jahren, in denen er sich mit Verletzungen herumschlug und darüber spekuliert wurde, ob er mit dem Tennis aufhören würde, befindet sich Nadal wieder auf der Siegerstraße. Zuerst bei den Australian Open, wo er sich erst im Finale Federer geschlagen geben musste, und dann bei seinem Sieg in dem Turnier, das er so viele Jahre dominierte, den French Open.

Doch trotz seines überragenden Siegs gegen Wawrinka, mit dem er sich den zehnten Titelgewinn der French Open sicherte, ist nicht sicher, ob er in Wimbledon überhaupt dabei sein wird. In einem Gespräch mit Journalisten über seine Aussichten in Wimbledon sagte Nadal: „Es ist schon eine Weile her, dass ich in Wimbledon gut gespielt habe. Nach allem, was seit 2012 mit meinen Knien passiert ist, ist es für mich immer schwieriger geworden, auf Rasen anzutreten. Aber wenn ich Schmerzen in den Knien habe, dann weiß ich aus Erfahrung, dass es so gut wie unmöglich ist. Ich muss mich stark und leistungsfähig fühlen, um in Wimbledon gut zu spielen. Wenn ich das nicht fühle, habe ich wahrscheinlich keine Chance.“

Novak Djokovic 

Die frühere Nummer eins der Weltrangliste hatte 2017 eine schreckliche Saison und wird danach trachten, in Wimbledon wieder seine Form zu finden. Nachdem er bei den Australian Open in der zweiten Runde und bei den French Open im Viertelfinale ausgeschieden ist, wird er alles aus sich herausholen müssen, um einen weiteren Grand Slam zu gewinnen. 

Selbst Roger Federer hat sich zu Djokivics Form geäußert: “Es stimmt schon, dass er für einen Spieler mit seinen Fähigkeiten schwach gespielt hat.“ Doch der Star glaubt, dass Djokovic auch weiterhin Grand-Slam-Titel holen wird. „Er wird wieder Grand Slams gewinnen und darum kämpfen, die Nummer eins zu werden. Ich glaube, wir werden in Zukunft wieder einen starken Djokovic sehen.“ Djokovic hofft sicher, dass seine neue Ära der Grand-Slam-Siege nächsten Monat beginnen wird.

Frauenturnier

Angelique Kerber

Nach ihrer Niederlage im Finale gegen Serena Williams im vergangenen Jahr hofft Kerber diesmal auf ihren ersten Wimbledon-Titel. Die Weltranglistenerste spielte bis dahin eine schlechte Saison, bei den French Open erlebte sie sogar ein Debakel, als sie bereits nach der ersten Runde ausschied. 

Das Nachrichtenportal der WELT macht die Wechsel im Team um sie herum für ihren Leistungseinbruch verantwortlich. Das Portal glaubt auch, dass der rasante Aufstieg zum Ruhm sich auf ihr Spiel ausgewirkt hat. Ihr erster Weltranglistenplatz ist in Gefahr, und Kerber braucht ein erfolgreiches Turnier in Wimbledon, um an der Spitze zu bleiben. 

Jelena Ostapenko

Nach ihrem verblüffenden Erfolg bei den French Open nimmt die Zwanzigjährige den nächsten Grand-Slam-Pokal ins Visier. Bevor sie die French Open gewann, hat es Ostapenko bei keinem Grand-Slam-Turnier über die zweite Woche hinaus geschafft. Sie hat vor kurzem verlauten lassen, dass ihr bevorzugter Untergrund Rasen sei.

Ostapenko ist keine Unbekannte in Wimbledon, da sie dort 2014 die Juniorenmeisterschaften gewann. Viele Tennisfachleute sagen voraus, dass sie es beim bevorstehenden Turnier weit bringen wird, da ihr auf Angriff ausgelegtes Spiel auf den schnelleren Rasenplätzen besser zur Geltung kommt als auf Sand.

Simona Halep

Halep will das Versprechen einlösen, das sie bei den French Open nach der Finalniederlage gegen Ostapenko gegeben hat: “Lasst uns weiter arbeiten. Lasst uns weiter glauben. Vielleicht war ich noch nicht bereit zu gewinnen.”

Nach dem Schock der Niederlage bei den French Open will die Weltranglistenzweite noch einen Schritt weiter gehen und ihr erstes Grand-Slam-Turnier gewinnen. Halep ist offensichtlich entschlossen, sich zu verbessern. Auf Instagram hat sie ein Foto von sich beim Stretching veröffentlicht mit den Worten ‘Und noch einmal’.

Johanna Konta

Nach ihrem Sieg im April über Caroline Wozniacki, mit dem sie die Miami Open gewann, will Johanna Konta ihren Schwung nutzen, um es beim diesjährigen Turnier in Wimbledon weit zu bringen. Bisher ist Konta bei diesem Wettbewerb über die zweite Runde nicht hinausgekommen. Konta hofft dieses Jahr, die verzweifelte Suche im britischen Tennis nach einem Titelanwärter zu beenden.

Zwei zugehörige Videos

Video 1
Video 2



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