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Turniere

Viel Lob für Future-Turnier beim IEV

Ohne österreichischen Sieg ging das Future-Turnier in Innsbruck auf der IEV-Anlage zu Ende, dafür gab es ausgezeichneten Tennissport und viel Lob.


Bild: Tena Lukas musste sich im Finale Hilda Melander in zwei Sätzen beugen

Damen-Bewerb (Ergebnisse), Link zur ITF-site
Herren-Bewerb (Ergebnisse), Link zur ITF-site

Samstag, 17. 8. 2013

"Ich danke den Organisatoren, den Schiedsrichtern, dem fairen Publikum und natürlich auch den Aktiven". Die Dankadresse an den IEV Tiroler Wasserkraft als Ausrichter des Tennis-Future-Turniers für Damen und Herren kam aus berufenem Munde. Nämlich von TTV-Präsident Walter Seidenbusch, der vor Ort einen spannenden Schlusstag der achttägigen Veranstaltung erlebte.

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Bild: Siegerehrung mit IEV-Präsident Harald Stauder, dem Sieger des Future-Turniers in Innsbruck, Laurent Lokoli, dem Zweiten Dennis Novak, TTV-Präsident Walter Seidenbusch und ITF-Supervisor Werner Hötzinger.

Dabei sah er zusammen mit Gattin Mara und vielen anderen Zuschauern am IEV-Centercourt ein Herren-Endspiel, das zunächst wie auf einer schiefen Ebene Richtung Sieg von Dennis Novak verlief. Der Niederösterreicher, 19 Jahre jung, dominierte den um ein Jahr jüngeren Endspielgegner Laurent Lokoli (FRA) nach Belieben und führte 5:2, arbeitete sich zudem zwei Satzbälle heraus. In Folge verlor er den Faden. Und den ersten Satz im Tiebreak. Hinterher betrachtet der Anfang vom überraschenden Ende.

Lokoli übernahm die Initiative gewann 7:6, 6:3 und nach dem Finaleinzug vor einer Woche in Vierumäki (FIN) in Innsbruck sein erstes Future-Turnier. "Es war eine tolle Woche hier", bedankte er sich artig bei den umsichtigen Organisatoren. Sein nächster Einsatz? Pörtschach. Weil auch Novak dort antritt, könnte es zu einer Revanche der beiden Innsbrucker Finalisten kommen. Enttäuscht nach der Niederlage Dennis Novak, der aber auch die Ursachen wusste. "Gegen so einen Spieler darf man sich keine Eigenfehler leisten", meinte er.

Zu viele Eigenfehler bei Tena Lukas erkannte auch Hakan Dahlbo. Der Coach der 18-jährigen Kroatin, die im IEV-Dress um Bundesligapunkte spielt, lobte zwar den Einzug von Lukas ins Endspiel, war aber mit der Körpersprache und der nicht eingehaltenen Taktik unzufrieden. Lukas verlor gegen die kampf- und laufstarke Hilda Melander (SWE) 2:6, 3:6. Nachdem Melander tags zuvor auch das Doppelendspiel mit Partnerin Lucy Brown (GBR) gewann, war sie die große Gewinnerin des Future-Doppels in Innsbruck, kassierte 24 Punkte und 1888 Dollar. 1300 Dollar und 18 Punkte erhielt übrigens Herrensieger Lokoli.

Klarer Punktsieger auch der IEV Tiroler Wasserkraft. Unter der Regie von Präsident Harald Stauder und Turnierdirektorin Martine Stauder wurde für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 17 Nationen ein ideales Umfeld geschaffen, auf dem sich alle wohlfühlten. Supervisor Werner Hötzinger rundete die Lobeshymnen auf den Veranstalter schließlich ab: "Auf dieser schönen Anlage, bei diesem schönen Wetter da kann nichts schief gehen."
Nicht nur deshalb steht für Präsident Harald Stauder fest, dass auf der IEV-Anlage auch 2014 ein Damen- und ein Herrenturnier auf Future-Niveau stattfinden wird.

(R.U.)



Freitag, 16. 8. 2013

Finale - Höhepunkt und Abschluss des Future-Turniers beim IEV

Die Wahltirolerin Tena Lukas (IEV) und der Niederösterreicher Dennis Novak erreichten das Future-Finale beim IEV Tiroler Wasserkraft.

Tena Lukas, die seit zwei Jahren beim IEV um Bundesligapunkte kämpft, steht im Future-Finale der Damen - das hätte sich im Lager des Innsbrucker Traditionsclubs wohl niemand träumen lassen. Nicht einmal Turnierdirektorin Martine Stauder. Lukas, im kroatischen Split geboren und seit zwei in Seefeld wohnhaft, kam zwar dank der vorzeitigen Aufgabe von Francesca Fusinato (ITA) ins Endspiel, unübersehbar aber ihr Kampfgeist während des Turniers. Nicht zu übersehen außerdem, dass die 18-Jährige über die Qualifikation das Endspiel erreichte. Das verdient Anerkennung.

Kampfgeist ist ein Erfolgsrezept von Endspielgegnerin Hilda Melander. Die Schwedin, derzeit Nummer 528 der WTA-Rangliste, schaltete in der Vorschlussrunde Vivian Heisen (GER) aus. Beim 7:5, 7:6 war Einsatz einmal mehr ihre größte Trumpfkarte. Diese spielte die 23-Jährige bereits im Doppel aus, gewann mit Lucy Brown gegen Kolar/Rebersak (SLO) in drei Sätzen.

In zwei Durchgängen schaffte Laurent Lokoli den Einzug ins Herren-Endspiel. Der 18-jährige Korse, der in Paris unter dem ehemaligen Spitzenspieler Thierre Tulasne trainiert, besiegte im Halbfinale Bastian Trinker (IEV) glatt mit 6:0, 6:3. "Ich fand nie zu meinem Rhythmus", zog der Kärntner nach "einer zufriedenstellenden Turnierwoche" Bilanz, packte seine Koffer und übersiedelte zum nächsten Turnier, ins deutsche Überlingen.

Beeindruckend aber die Serie Lokolis. Er schaltete auf dem Weg in sein zweites Endspiel innerhalb von zwei Wochen (in Vierumaki verlor er das Finale gegen Landsmann Tak Khun Wang) gleich vier Österreicher aus.
Im Endspiel wartet mit Dennis Novak ein weiterer aus der mannschaftlich in Innsbruck stark auftretenden ÖTV-Riege, nämlich Dennis Novak. Der 19-jährige Niederösterreicher (Pottendorf), der nach der Aufgabe von Louk Sörensen (IRL) im Halbfinale praktisch kampflos das Endspiel erreichte, hatte in den vergangenen Wochen mit dem Einzug in den Hauptbewerb von Kitzbühel, dem Finalsieg beim Future-Turnier in Wels und der Final-Teilnahme in Kramsach viel Selbstvertrauen getankt. Ein nicht zu übersehender Faktor. Jedenfalls wird Novak im Herren-Finale in die Favoritenrolle gedrängt.

(R.U.)



Donnerstag, 15. 8. 2013

IEV-Spieler trumpfen auf
Auf der Gerüchtebörse wurde das Thema anders gehandelt. Offiziell ging Francesca Fusinato die Kraft aus - die Italienerin gab beim Tennis-Future-Turnier auf der IEV-Anlage in Innsbruck nach dem Sieg im Viertelfinale gegen Anita Husaric (BIH) aus gesundheitlichen Gründen auf.

Damit steht die IEV-Verstärkung Tena Lukas im Damen-Finale. Toll. Denn an der Leistung der 18-jährigen Kroatin gibt es nichts zu rütteln. Sie überzeugte im Viertelfinale mit einer eindrucksvollen Energieleistung, gewann gegen Landsfrau Iva Primorac nach einem 0:3-Rückstand im dritten Satz noch 4:6, 6:3, 7:5. Lukas trifft im samstägigen Finale auf die Siegerin der Begegnung Vivien Heisen (GER) - Hilda Melander (SWE). Wobei Heisen mit dem Sieg gegen die Nummer 1, Katerina Kramperova, für eine weitere große Überraschung sorgte.

Spiel- und Kampfstark ein weiterer IEV-Bundesligaspieler. Bastian Trinker steht nach dem Dreisatzerfolg gegen Andrea Basso (ITA) im Halbfinale. Dort trifft er auf den "Österreicher-Schreck" Laurent Lokoli. Der Franzose besiegte auf dem Weg in die Vorschlussrunde mit Gibril Diarra, Patrick Ofner und Marc Rath (im Viertelfinale) drei aus der ÖTV-Delegation. Mit Dennis Novak und Bastian Trinker sind noch zwei im Halbfinal-Einsatz. Das ist erfreulich.
Wohltuend die Leistung von Bastian Trinker. Es war nicht das erste Halbfinale für das sich der Kärntner in dieser Saison qualifizierte. Aber der Einzug in die Runde der besten vier am Centercourt seines neuen Bundesligavereins, war wohl einer der Wichtigsten. Und eine besondere Genugtuung.

Der 23-Jährige bestätigte dabei Nehmer- und Kämpferqualitäten. 2:6 lag Trinker gegen Andrea Basso (ITA) zurück, stemmte sich erfolglos gegen das druckvolle Spiel des Linkshänders. Dann das Break zum 3:1 im zweiten Durchgang. Die Wende. Bassos Schläge wurden ungenauer, Trinker fand ins Spiel zurück. Und wie! In Folge dominierte er Ball und Gegner, gewann 2:6, 6:2, 6:1. "Ich habe im ersten Satz keinen Rhythmus gefunden, Basso hat gut gespielt", meinte er nach der Match-Analyse. Fest steht: Es war eine auf gutem Niveau stehende Begegnung.

Gutes, aber nicht außergewöhnlich gutes Niveau attestierte IEV-Ikone Thomas Schiessling den Leistungen der jungen ÖTV-Herrengarde. Dennoch: Mit Dennis Novak aus Pottendorf (NÖ) erreichte ein zweiter Österreicher das Halbfinale. Nach dem Auftritt im Kitzbüheler Hauptbewerb, dem Sieg beim Future-Turnier zuletzt in Wels und der Finalteilnahme in Kramsach strotzt der 19-Jährige, der in zwei Wochen seinen 20. Geburtstag feiert, vor Selbstvertrauen. Nach anfänglichen Problemen bezwang er Francesco Picco (ITA) 6:4, 6:2 und stellte damit im internen Länderkampf Österreich gegen Italien auf 2:0.
Ein Ergebnis, von dem die Fußballtiger träumen. Novak trifft im Halbfinale am Freitag auf Look Sörensen. "Den Namen habe ich auf der Tour noch nie gehört", erklärte Novak und ergänzte: "Ich muss aber besser als gegen Picco spielen um ins Finale aufzusteigen."

Recht hat er. Die vielen Tennisfreunde auf der IEV-Anlage erlebten nämlich im Viertelfinale einen entfesselten Sörensen. Der Ire mit Wohnsitz Stuttgart schoss Jan Kuncik (CZE) 6:0, 6:0 vom Court 1. Ein Lehrspiel, keine Frage, das der sympathisch auftretende Sörensen mit dem Satz "Glück gehört bei diesem Ergebnis auch dazu", abwerten wollte. Wie immer: Es war eine eindrucksvolle Vorstellung auf dem Weg ins Halbfinale.
Bemerkenswert auch die Nervenkraft von Laurent Lokoli. Der Franzose schaltete beim 6:2, 7:6-Erfolg den auf Nummer zwei gesetzten mit seiner Leistung ständig hadernden Steirer Marc Rath aus.
In der ersten Entscheidung des Future-Turniers, im Doppel-Endspiel, setzten sich schließlich Tommaso Lago/Francesco Mendo (ITA) gegen Richard Ruckelshausen/Jan Kuncik (AUT/CZE) 6:3, 6:4 durch. Womit Italien im "Tennis-Länderkampf" gegen Österreich auf 1:2 verkürzen konnte.

(R.U.)


Mittwoch, 14. 8. 2013


Neun Österreicher kämpften im Achtelfinale des Tennis-Future-Turniers auf der IEV-Anlage in Innsbruck um den Einzug in die Runde der besten Acht.

Drei, nämlich Dennis Novak, Marc Rath und Bastian Trinker, schafften den Sprung ins Viertelfinale mit mehr oder weniger glatten Erfolgen im Achtelfinale. Erfreulich aus Sicht des veranstaltenden Vereins IEV Tiroler Wasserkraft, dass mit Bastian Trinker bei den Herren und Tena Lukas bei den Damen zwei aus den Bundesligateams des Traditionsclubs am Donnerstag ab 11 Uhr um den Einzug ins Halbfinale kämpfen werden.

Zurück zum Achtelfinale. Der 23-Jährige Bastian Trinker besiegte im ersten Österreicher-Duell des Tages Philip Lang (Wien) 6:4, 6:2. "Ich habe mein Spiel erfolgreich durchgezogen", sein cooler Kommentar. Unverkennbar dabei die Handschrift seines schwedischen Trainers Hakan Dahlbo bei der Frage nach den Zielen. "Ich denke nur von Spiel zu Spiel." Im Viertelfinale trifft Trinker jedenfalls am Donnerstag um 11 Uhr auf Laurent Lokoli. Der Franzose schaltete den Kärntner Landsmann Trinkers, Titelverteidiger Patrick Ofner, in zwei Sätzen aus. "Heute hat einfach nichts gepasst", meinte der Vorjahrssieger und Gewinner des Seefelder Future-Turniers. Nächster Auftritt des 20-Jährigen: Pörtschach.

Nicolas Reissig zieht es nach Holland. Der auf Nummer 1 gesetzte Salzburger musste sich dem Iren Luck Sorensen 6:7, 0:6 geschlagen geben. "Er hat einfach besser gespielt", verabschiedete sich der 23-Jährige kleinlaut. Zum Spieler des Tage, wenn nicht gar zum Spieler des gesamten Turnier avanciert Sorensen. Er ist ein Typ mit einer interessanten Vergangenheit. Der Sohn eines Iren (Sean) und einer Deutschen (Helga) betreibt derzeit mit seinem Bruder eine Tennis-Academy in Stuttgart. Vor etwa zwei Jahren zog der jetzt 28-Jährige nach vielen Verletzungen hinter seine Profi-Karriere einen Schlussstrich. Beim Heimturnier in Stuttgart kehrte Sorensen heuer wieder in die Szene zurück, kämpfte sich dort bis ins Quali-Finale. Im zweiten Turnier nach seiner Rückkehr auf die Tour, beim Future in Lettland, erreichte er das Viertelfinale. Und in Innsbruck? "Mal sehen, jetzt steht das Viertelfinale am Programm." Dort trifft er am Donnerstag auf Jan Kuncik aus Tschechien.

Neben Bastian Trinker spielten und kämpften sich mit Dennis Novak und Marc Rath zwei weitere Österreicher ins Viertelfinale. Novak, der nach seinem Sieg beim Future-Turnier in Wels und dem Einzug ins Hauptfeld von Kitzbühel, zu den Favoriten auf den Sieg in Innsbruck zählt, kämpft gegen Francesco Picco (ITA) um den Einzug ins Halbfinale. Rath trifft auf den Franzosen Laurent Lokoli und will mit einem Erfolg unter die letzten vier vorstoßen.
Bei den Damen steht zweifellos der Auftritt von Tena Lukas am Donnerstag im Mittelpunkt. Die 18-jährige Kroatin, die in Seefeld trainiert und wohnt, bot vor allem kämpferisch beim Sieg gegen Zuzanna Maciejewaska (POL) eine überzeugende Leistung. Ob sie das Potential auch im Viertelfinale abrufen kann? Die Antwort gibt es am Donnerstag in der zweiten Partie nach 11 Uhr am Court 5.

Nach 14 Uhr heißt es noch einmal Daumendrücken. Yvonne Neuwirth aus Wien, die überraschend im Einzel in der ersten Runde verlor, steht mit Partnerin Laura Schäder (GER) im Doppel-Halbfinale. Das Doppelfinale der Herren geht auch mit rot-weißroter Beteiligung in Szene. Richard Ruckelshausen (Wien) trifft mit Partner Jan Kuncik (CZE) auf das Azzurri-Duo Francisco Mendo/Tommaso Lago.

(R.U.)


Dienstag, 13. 8. 2013

Jungspund Erler kam - und gefiel
...nach der 1. Hauptrunde des Tennis-Future-Turniers beim IEV Tiroler Wasserkraft spricht gegen die Damen. Pardon.


Neun Herren aus dem ÖTV-Lager qualifizierten sich nämlich fürs Achtelfinale, keine einzige Dame aus der österreichischen Riege schaffte den Sprung unter die letzten sechszehn.
Zum Nachdenken animierte zunächst auch der Einsatz der erst 15-jährigen Tiroler Nachwuchshoffnung Alexander Erler bei einem Herrenturnier dieser Größenordnung. Hinterher betrachtet hat sich die Wildcard des Veranstalters für Erler gelohnt. Für die Erkenntnis nämlich, dass der österreichische Jugendmeister durchaus mit dem Tempo der Herren auf Future-Niveau mithalten kann. Außerdem lieferte er der Nummer 6 des Turniers einen beherzten Schlagabtausch, der bis ins Tiebreak des ersten Satzes führte. Dann behielt die Routine des 24-jährigen Jan Blecha die Oberhand. Er stieg dank eines 7:6, 6:2-Erfolges in die nächste Runde auf.
Dort ist auch der Wahltiroler Bastian Trinker zu finden. Der Kärntner, seit heuer im IEV-Dress, bezwang den deutschen Qualifikanten Lorenz Ilg 6:3, 6:3. "Ich hatte den Gegner jederzeit im Griff und Zeit Varianten zu probieren", meinte Trinker. Er trifft in der zweiten Runde, also im Achtelfinale, auf den Wiener Philipp Lang, gegen den er im Vorjahr beim Future-Turnier in Wels verlor. Die Zeichen im Österreicher-Duell stehen also auf Revanche.
Neben Trinker und Lang qualifizierten sich übrigens mit Nicolas Reissig, Dennis Novak, Sebastian Stiefelmeyer, Nikolaus Moser, Titelverteidiger Patrick Ofner, Daniel Geib und Marc Rath sieben weitere Österreicher für die Runde der besten sechszehn. Dabei kommt es am Mittwoch zu zwei weiteren Österreicher-Duellen. Die Nummer zwei, Marc Rath, kämpft gegen den wieselflinken Daniel Geib um den Einzug ins Viertelfinale und Dennis Novak, der Sieger des Future-Turniers in Wels vor wenigen Tagen, geht als Favorit in die Begegnung gegen Sebastian Stiefelmeyer.
Am Dienstagabend fiel die Entscheidung, auf wen Tena Lukas im Achtelfinale der Damen treffen wird. Die 18-jährige Kroatin, die das IEV-Bundesligateam verstärkt, bekommt es mit Zuzanna Macijewska (POL) zu tun.


Ohne österreichische Beteiligung geht leider das Achtelfinale der Damen am Mittwoch in Szene. Nachdem schon am ersten Spieltag Iris Khanna und Pia König (verletzt) ausgeschieden sind, mussten am Dienstag mit Julia Grabher, der auf Nummer sieben gesetzten Yvonne Neuwirth, Karoline Kurz, und Marlies Szupper vier weitere aus der ÖTV-Riege die Segel im Einzel streichen. Eine unerfreuliche Entwicklung.

(R.U.)



Montag, 12. 8. 2013

IEV in Feierstimmung

Erster Tag des Hauptbewerbes beim Future-Turnier auf der Innsbruck IEV-Anlage.Ein Tag, der erwartete und unerwartete Ergebnisse im Herren- und Damenfeld präsentierte.

Und ein Tag, der mit Wortens des Dankes an die Adresse des 130-jährigen TK IEV Tiroler Wasserkraft als Veranstalter endete. Dann gab IEV-Präsident Harald Stauder bei der Players Party die Bühne zu einer "ordentlichen Party" frei.

Zum Sportlichen. Schneller als erwartet ging der Auftritt von Iris Khanna bei ihrem Heimturnier zu Ende. Die Hürde Vanda Lukacs (HUN) war nämlich unüberwindbar. Die IEV-Bundesligaspielerin konnte die Wildcard ihres Clubs nicht nützen, verlor gegen die Qualifikantin aus Ungarn 3:6, 1:6. "Ich habe nicht ins Match gefunden und außerdem zu viele Eigenfehler produziert", meinte Khanna enttäuscht. Nicht zu übersehen: Lukacs servierte stark und gewann mit knallharten Vorhand-Winnern in den engen Games die entscheidenden Punkte.

Für Khanna ist die Wettkampfsaison noch nicht zu Ende. Nächster Einsatz das Future-Turnier in Pörtschach. Dort muss die 25-Jährige allerdings wieder durch die Qualifikationsmühle.

Über die Qualifikation kam mit Tena Lukas eine aus dem IEV-Bundesligateam ins Hauptfeld. Die Kroatin aus Split legte noch eins drauf, schaltete in der ersten Hauptrunde gar die Nummer vier des Turniers, Permilla Mendesova CZE), aus. In dieser Verfassung ist der 18-Jährigen, die in Seefeld wohnt und bei Hakan Dahlbo trainiert, auch der Einzug ins Viertelfinale zuzutrauen.

Davon muss Pia König träumen. Sie schied in der ersten Runde aus. Die Wienerin, von der Ex-Spitzenspielerin Barbara Schwartz trainiert, musste beim Spielstand von 4:6, 7:6, 5:6 im dritten Satz nach einer Verletzung (Überknöchelung) aufgeben. Schade. König startete nämlich nach einem 4:6, 0:3-Rückstand eine tolle Aufholjagd, der nur die Krönung fehlte.

Im Herrenfeld erreichten mit dem auf Nummer 1 gesetzten Nicolas Reissig und Nikolaus Moser zwei Österreicher die zweite Runde. Maxi Pongratz wiederum mutierte zum "Marathonmann", wehrte sich über drei Stunden gegen die drohende Niederlage, musste sich aber dem Tschechen Jan Kuncik im Tiebreak des dritten Satzes geschlagen geben.

Im Blickpunkt des zweiten Spieltages am Dienstag steht aus Tiroler Sicht Alexander Erler. Der Kufsteiner, 192 cm groß, 15 Jahre jung, feiert auf der IEV-Anlage eine Premiere. Erstmals ist das Tiroler Tennistalent bei einem Future-Turnier der Herren im Einsatz. Dank einer Wildcard des Veranstalters IEV Tiroler Wasserkraft.

Er ist übrigens der einzige Tiroler im Hauptfeld. Die Auslosung bescherte Erler aber mit dem Tschechen Jan Blecha die Nummer 6 des mit 10.000 Dollar dotierten Turniers. Nicht nur deshalb muss die Erwartungshaltung kleingeschrieben werden. Erler, der im Jugendtennis auf großartige Erfolge verweisen kann, betritt in Innsbruck Neuland. Auf einem Niveau, in das er hineinwachsen muss. Andererseits kann der Hoffnungsträger Future-Luft atmen.

Für Bastian Trinker dagegen sind Turniere dieser Größenordnung Alltag. Der in Seefeld wohnende und dort trainierende Kärntner, ein so genannter Wahltiroler, bekommt es am Dienstag mit dem Qualifikanten Lorenz Ilg (GER) zu tun. Eine auf den ersten Blick lösbare Aufgabe…

Zuvor wurde aber auf der IEV-Anlage noch gefeiert. Präsident Harald Stauder stellte nämlich bei der Players Party fest, dass der IEV in diesem Jahr sein 130-Jahr-Jubiläum begeht. Als Gratulanten stellten sich die Ehrengäste Hansjörg Mader (ASVÖ-Präsident), Walter Seidenbusch (TTV-Päsident) und Heinz Kinigadner (Motocross-Legende) ein. Letzterer warb außerdem für seine Stiftung, für die Präsidiumsmitglied Karl-Heinz Schmid eine Tombola mit wertvollen Sachpreisen organisierte. Nachahmenswert, keine Frage.

(R.U.)



Sonntag, 11.08.2013

Die Qualifikation. Der Bewerb vor dem (Haupt)Bewerb - das ist Stress pur. Für die Turnierleitung, den Supervisor, aber auch die Teilnehmer des "Ladies & Men" Future auf der IEV-Anlage. 40 Partien wurden am ersten Spieltag angesetzt und bis auf eine Begegnung zu Ende geführt. Dank perfekter Organisation und dank Wetterglück.


Die finale Qualifikation am zweiten Spieltag, dem Sonntag, war organisatorisch nur mehr eine Formsache. In Form auch Philipp Schroll. Der für Telfs spielende Deutsch-Österreicher (doppelte Staatsbürgerschaft) war der einzige Spieler mit Tirol-Bezug, der sich ins Quali-Finale der Herren kämpfte. Er traf dabei auf die Nummer 1 des Rasters, auf Richard Ruckelshausen (AUT) und - verlor. In zwei Sätzen. Wie erwartet. Nach seiner langen krankheitsbedingten Pause war der Einzug ins Finale der Future-Qualifikation in Kramsach und jetzt in Innsbruck der größte und vielversprechende Erfolg seiner noch jungen Karriere im Herren-Tennis.


Noch einmal Tirol-Bezug. Nach dem Aus von Hannah Ploner (IEV) und Lisa Wegmair (Schwaz) in der zweiten Quali-Runde, ruhten die IEV-Hoffnungen auf den Einzug ins Hauptfeld der Damen auf Tena Lukas, also auf die Kroatin aus Split, die das Innsbrucker Bundesligateam verstärkt. Und die Hoffnungen erfüllten sich. Lukas gewann gegen Nancarrow (AUS) nach hartem Kampf in zwei Sätzen, erreichte damit das Hauptfeld.

Kritischer Beobachter der Quali-Tage auf der IEV-Anlage, Tirols Headcoach Hakan Dahlbo. Zum einen freute den seit 28 Jahren in Seefeld lebenden Schweden die Tatsache, dass so viele Tiroler Spieler und Spielerinnen die Gelegenheit nutzten auf heimischen Boden Future-Luft zu atmen. Dabei erkannte der welterfahrene Trainer "sehr viel Potential nach oben". Er erkannte aber auch, dass bei den heimischen Hoffnungen "die Körpersprache oft schlecht ist". Dahlbo: "Das Spiel zwischen den Punkten fehlt noch."


Um erste ATP-Punkte geht es am Montag, dem ersten Tag des Hauptbewerbs. Die Sieger der ersten Hauptrunde werden nämlich mit einem ATP-Punkt belohnt. Mit einer Wild Card fürs Hauptfeld belohnt wurde die langjährige IEV-Stütze Iris Khanna. Sie trifft am Montag (zweite Partie nach 10 Uhr) auf Vanda Lukacs (HUN). Tena Lukas erhielt die Nummer vier, Pernilla Mendesova (CZE) zugelost. Im Doppeleinsatz am Montag auch die beiden IEV-Spielerinnen Hannah Ploner und Kim Jana Häusler.


Im Mittelpunkt des Herrenbewerbes steht am ersten Spieltag zweifellos das Österreicher-Duell zwischen dem auf Nummer 1 gesetzten Nicolas Reissig und Lukas Jastraunig, der dritten Auseinandersetzung am Centercourt nach 10 Uhr, die aber nicht vor 13 Uhr angesetzt wurde.

(R.U.)



Samstag, 10.08.2013

Erster Tag des Tennis-Future-Turniers "Ladies & Men" auf der Innsbrucker IEV-Anlage. Eine Ouvertüre für das Qualifikations-Finale am Sonntag (11. 8), das viele Stückeln spielte.

Zum Beispiel das Aufmunternde, weil viele Zuschauer die 14-Platz-Anlage besuchten. Das Quirlige, weil die Spielerinnen und Spieler aus 17 Nationen für ein buntes Treiben auf den Grünanlagen sorgten. Und schließlich gab es heimatliche Klänge, weil die Tiroler Teilnehmer (zumindest in der ersten Runde) ordentlich aufgeigten.


Im besonderen Blickpunkt dabei, ohne die Leistungen der anderen auch nur im Geringsten abwerten zu wollen, Matthias Haim aus Kolsass. Die erst 15-Jährige, 194 cm große Tiroler Tennishoffnung, enttäuschte seine Anhänger nicht. Ganz im Gegenteil. Mit seinen Vorhand- und Aufschlag-Winnern ließ er sein Können beim Dreisatzerfolg gegen Martin Fischer (AUT) immer wieder aufblitzen. "Sein Spiel ist erfrischend und risikoreich, das gefällt mir", lobte IEV-Präsident Harald Stauder. Auch Trainer Daniel Huber war mit der Leistung seines Schützlings zufrieden. Angesprochen auf die Doppelbelastung (Haim bestritt zuerst eine Begegnung beim Turnier in Hippach) meinte Huber: "Das ist nicht zu viel, da müssen sie durch, das müssen sie lernen". Mit "sie" meinte Huber auch Matthias Raubinger. Trotz guter Leistung musste sich der Linkshänder dem Deutschen Thomas Jan Dafcik in drei Sätzen beugen.

Unbeugsam in Runde eins Manuel Bellutti (Igls) und Adrian Gruber (Stans). Sie erreichten nach glatten Zweisatzerfolgen die zweite Runde. Kampflos im zweiten Durchgang Philipp Schroll (Telfs), sowie David Johansson und Jonas Trinker (beide Seefeld).


Am Ende des Tages stand aber nur mehr ein Tiroler am nur mehr 16 Spieler umfassenden Qualifikations-Raster. Philipp Schroll, der in Deutschland trainiert, trägt im Qualifikations-Finale die Tiroler Hoffnungen. Er besiegte Lukas Klien (AUT) in drei Sätzen.


Nach zwei Sätzen kam in der zweiten Quali-Runde das Aus für Matthias Haim. Er hielt dem Druck des auf Nummer vier gesetzten Francesco Mendo (ITA) nicht mehr stand, verlor in zwei Sätzen. Für Trainer Huber kein Problem. "Ein gutes Training", meinte er. Nachsatz: "Und wenn er Profi werden will, muss er erfolgreich über sieben Sätze gehen können". Huber nahm dabei erneut jeder Überlastungs-Diskussion den Wind aus den Segeln. Auch Adrian Gruber musste schließlich dem Kraftakt - Turnier in Hippach, Quali in Innsbruck - Tribut zollen, verlor gegen seinen österreichischen Namenskollegen Fabian Gruber in drei Durchgängen. Nach zwei hartumkämpften Sätzen schied schließlich auch Manuel Bellutti (Igls) aus.


Fazit: Sowohl Bellutti, als auch Haim bestätigten mit ausgezeichneten Leistungen die Wild Cards des Veranstalters IEV Tiroler Wasserkraft.

Mit Tirolerinnen dünn besiedelt war die zweite Runde des Quali-Rasters im Damenfeld. Hannah Poner (IEV) verlor gegen Tena Lukas (CRO) und Lisa Wegmair (Schwaz) gegen eine weitere Kroatin, nämlich gegen Iva Primorac. Womit das Quali-Finale der Damen (Sonntag ab 10.30 Uhr) ohne Tiroler Beteiligung in Szene geht. Dennoch: Tirols Tennisfreunde dürfen sich auf tollen Tennissport freuen.

(R.U.)



Vor Turnierbeginn...

Nach Seefeld, Telfs und Kramsach ist Innsbruck, genauer ausgedrückt die Anlage des TK IEV Tiroler Wasserkraft, Austragungsort des sechsten von insgesamt zehn Herren-Future-Turnieren in Österreich. Derzeit sind Wels (Herren) und Wien (Damen) Schauplätze der untersten Stufe der internationalen Turnier-Hierarchie.


In Innsbruck spielen aber nicht nur die auf dem Sprung zu einer internationalen Karriere stehenden Herren um ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Dollar. Auch die angehenden jungen Damen im Profitennis machen in der Landeshauptstadt Station.

Vom 10. bis 17. August geht zum dritten Mal beim Innsbrucker Traditionsverein diese Doppelveranstaltung über die 14 Courts. Motto: doppelt hält besser oder zwei Fliegen auf einen Schlag.

Wie man's nimmt. Schlag auf Schlag geht es bereits am Samstag 10. August und Sonntag 11. August, wenn die Qualifikationsspiele am Spielplan stehen. 40 Begegnungen werden am ersten Spieltag ausgetragen - ein Programm, das die Organisatoren um Turnierdirektorin Martine Stauder voll fordern wird.

Gefordert wird die so genannte "zweite ÖTV-Garnitur" in der Herren-Konkurrenz. Der auf Nummer eins gesetzte Nicolas Reissig (Szb.) und Titelverteidiger Patrick Ofner (K) stehen an der Spitze einer beachtlich großen Zahl von Österreichern im Hauptfeld. Der Sieger erhält 18 ATP-Punkte, der Einzug ins Achtelfinale wird mit einem Punkt belohnt. Bei den Damen stehen für die Siegerin 12 WTA-Punkte am Konto, ein Sieg im Hauptbewerb wird mit einem Zähler honoriert.

Titelverteidiger von Innsbruck:

Herren: Patrick Ofner (AUT); Damen: Katerina Vankova (CZE)

Wildcard, Hauptbewerb Damen: Iris Khanna (IEV) Herren: Alexander Erler (Kufstein)

Wildcard, Qualifikation, Damen: Hannah Ploner (IEV), Lisa Wegmair (Schwaz)

Herren: Matthias Haim (Kolsass), Manuel Bellutti (Igls)


IEV-Turniere haben Tradition

Der TK IEV hat Tradition. Dafür spricht, dass der Club der älteste Tennisverein Tirols ist, dafür sprechen neun österreichische Mannschaftstitel und dafür sprechen viele Turnierveranstaltungen.

Die älteren Tennisfans erinnern sich dabei an Namen wie Evonne Goolagong und Niki Pilic, die die internationalen Tiroler Meisterschaften 1970 gewannen, an Ivan Lendl, den Sieger des Satellite-Turniers 1978, und viele andere prominente Namen.

Nach einer längeren schöpferischen Pause trat der IEV im Jahr 2002 wieder ins Turnier-Rampenlicht, als er ein 25.000-Dollar-Turnier für Damen organisierte, ein Jahr später folgte ein 50.000-Dollar-Turnier, in der gleichen Tonart ging es 2004 weiter.

Dann der Schnitt. Nach einjähriger Pause wurde das Turnierrad auf ein 10.000-Dollar-Turnier zurückgedreht. Im Jahr 2011 stand die erste Doppelveranstaltung am Programm. Damen und Herren, auf dem Weg in die internationale Spitze, packen seither zur gleichen Zeit die Rackets aus.


Sechs Future-Turniere in Tirol

Insgesamt werden in Österreich im Jahr 2013 zehn Future-Turniere für Herren und vier für Damen ausgetragen. Fünf Herren- und ein Damenturnier werden in Tirol durchgeführt. Neben Bad Waltersdorf und Pörtschach servieren in Innsbruck Damen und Herren um die Turniersiege.

Die bisherigen Sieger bei Future-Turnieren 2013 in Österreich, Herren:
F 1 Seefeld I: Walter Trusendi (ITA)
F 2 Seefeld II: Patrick Ofner (AUT)
F 3 Telfs: Janez Semrajc (SLO)
F 4 Kramsach: Janez Semrajc (SLO)
F 5 Bad Waltersdorf: Jordan Thompson (AUS)
F 6 Wels: ? derzeit im Gange.
F 7 Innsbruck (12. bis 17. 8); F 8 Pörtschach (19. 8. bis 24.8.); F 9 Vogau (26. 8. bis 31. 8.); F 10: St. Pölten (2. 9. bis 7.9.)
Siegerinnen:
Bad Waltersdorf: Adriana Lekaj (CRO)
Wien: ? derzeit im Gange
Innsbruck (12. 8. bis 17.8.); Pörtschach (19. 8. bis 24. 8.)

R.U.

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