Derbysiege für Schwazer und Kitzbüheler Damen bringen Entscheidung, Schwazer Herren fixieren Klassenerhalt
In der 1. Division der ÖTV-Bundesliga sind am Wochenende für die Tiroler Teams die Entscheidungen in puncto Klassenerhalt quasi gefallen. Bei den Damen jubelten der TC Zugvogel Schwaz (5:2 gegen den TC Sparkasse Kufstein) und der TC Kitzbühel (6:1 gegen den TC Wörgl) über wichtige Derbyerfolge – sowohl die Schwazerinnen als auch die Kitzbühelerinnen haben damit den Klassenerhalt so gut wie sicher. Die Herren des TC Schwaz bezwangen den TC Eisenstadt mit 6:3, damit ist der Verbleib in der 1. Division für eine weitere Saison fixiert.
Großer Jubel am Wochenende in Schwaz und Kitzbühel. Die Herren des TC Zugvogel Schwaz machten in der vorletzten Bundesligarunde mit dem 6:3-Heimsieg gegen den TC Eisenstadt den finalen Schritt zum Klassenerhalt in der 1. Division. Mit nun 6:2 Punkten ist der aktuell Dritte des Unteren Play-offs nicht mehr einzuholen und bucht damit das Ticket für eine weitere Saison in der Erstklassigkeit. Das finale Saisonduell (27. Juni) beim punktgleichen Zweiten TC Dornbirn können die Schwazer Herren entspannt angehen. Gegen Eisenstadt gewannen die Schwazer vier ihrer sechs Einzel durch Alexander Weis, Giovanni Oradini, Luca Maldoner und Maurice-Noel Kaserer, in den drei Doppel gab es zwei Erfolge durch die Paarungen Giovanni Oradini/Luca Maldoner und Alexander Weis/Maurice-Noel Kaserer.
Auch die Schwazer Damen können mit dem Verbleib in der 1. Division planen. In einem umkämpften Duell setzten sie sich mit 5:2 beim TC Sparkasse Kufstein durch. Die Schwazer Siege in den Einzel: Luisa Meyer auf der Heide gewann knapp gegen Anna Gabric, Anna Pircher bezwang Clara Pinggera, Marion Viertler siegte gegen Caroline Ilowska. Für den TC Kufstein holten Sabrina Rittberger gegen Anna-Lena Ebster und Michaela Rebenschütz gegen Viktoria Soier die zwei Punkte. In den beiden Doppel siegten jeweils die Schwazer Paarungen: Luisa Meyer auf der Heide/Anna-Lena Ebster gegen Sabrina Rittberger/Caroline Ilowska, Anna Pircher/Marion Viertler gegen Anna Gabric/Tara Erler.
Schwaz-Obmann Christian Walter:
„Es war ein spannendes Derby gegen Kufstein, da gab es einige überraschend offene und knappe Partien, gerade das Duell der Einser im Einzel zwischen unserer Luisa Meyer auf der Heide und Anna Gabric. Kufstein hat es uns nicht leicht gemacht, nach dem Sieg sind wir natürlich erleichtert. Die Herren haben das durchaus souverän gelöst, alle unsere Siege waren doch eindeutig. So können wir weiterhin mit beiden Teams erstklassig planen.“
Ebenfalls erstklassig bleiben wird aller Voraussicht nach Damen-Aufsteiger TC Kitzbühel, der das Derby gegen den TC Wörgl sicher mit 6:1 gewann. Für Wörgl geht es damit nach einer Saison wieder zurück in die 2. Division. In den Einzel holte Lisa Hofbauer gegen Emily Lea Lederer den Wörgler Punkt, die weiteren Spiele gingen an die Kitzbühlerinnen: Sapfo Sakellaridi gewann gegen Stella Jurina, Tina Schiechtl gegen Sabine Klaschka, Sarah Messenlechner gegen Miriam Troger und Ronja Scheuermann gegen Christina Jukic. Die beiden Doppel gingen an den TC Kitzbühel: Sapfo Sakellaridi/Tina Schiechtl bezwangen Stella Jurina/Sabine Klaschka, Emily Lea Lederer/Ronja Scheuermann besiegten Lisa Hofbauer/Miriam Troger.
Kitzbühels Mannschaftsführer Christian Lederer:
„Wir haben uns natürlich alle den Klassenerhalt gewünscht, zugetraut haben ihn uns aber nicht viele. Wir können richtig stolz sein, dieses Ziel quasi fix erreicht zu haben. Der Gamechanger war sicher der Derbysieg in der Gruppenphase gegen Kufstein: Beim 5:2 war auch Glück dabei, aber wohl jenes des Tüchtigen. Insofern freuen wir uns auf eine weitere Saison in Liga eins.“
In der letzten Runde am kommenden Samstag gastiert Kitzbühel in St. Andrä, Schwaz empfängt Mödling und Wörgl spielt zu Hause gegen Kufstein. Die Kufsteinerinnen haben noch eine theoretische Chance auf den Ligaverbleib, sollten sie in Wörgl drei Punkte holen und zeitgleich Schwaz und Kitzbühel keinen Punkt einfahren. Dann gäbe es einen Vergleich in der kleinen Tabelle – und dann entscheidet das Satzverhältnis. Bei Punktgleichheit mit Schwaz oder Kitzbühel wäre Kufstein jeweils im Hintertreffen, da das direkte Duell zählt.
Kufsteins Mannschaftsführer Markus Erler:
„Es ist nicht davon auszugehen, dass am letzten Spieltag noch ein Wunder passiert. Aber ich habe auch nie den Klassenerhalt als großes Ziel ausgegeben, wir wollten Spaß haben und mit Teamgeist überzeugen, und das ist uns gelungen. Wir haben ein tolles Mannschaftsgefüge, konnten uns nun fünf Jahre in der 1. Division behaupten. In dieser Saison ist es unglücklich gelaufen, Leistungsträgerinnen sind ausgefallen, wir konnten unsere Nummer 1 und 2 nie einsetzen, hatten im Verein veränderte Rahmenbedingungen. Ich bin nicht enttäuscht, wir waren über mehrere Jahre hinweg das bestes Tiroler Damenteam in der Bundesliga, heuer hat es eben nicht gereicht. Dafür muss viel zusammenpassen. Aber der Zusammenhalt ist großartig, das ist kein Beinbruch.“
Kein Beinbruch ist auch der Abstieg für den TC Wörgl, wie Obmann Stefan Schneck konstatiert: „Wir haben es eigentlich erwartet, das ist für uns keine Überraschung. Wir sind mit keinen großen Erwartungen in die Saison gegangen, der Kader ist derselbe wie in der 2. Liga geblieben. Wir wollten unseren Damen die 1. Division ermöglichen und waren gerne diese eine Saison dabei, das war eine schöne Erfahrung. Dann geht es eben zurück in die 2. Division, kein Problem.“
SPIELPLÄNE UND TABELLEN: