Tiroler Tennisverband
WTA Turniere

Upper Austria Ladies Linz: 2. Platz für Potapova beim Heimturnier

Es bleibt ein historischer Finaleinzug für Rot-weiß-rot. Mirra Andreeva gewinnt das WTA-500-Event.
Verfasst von: Presseaussendung / Redaktion, 12.04.2026
© GEPA pictures / Alexander Solc
Bei der Siegerinnenehrung des Upper Austria Ladies Linz von links nach rechts: Sandra Reichel (Turnierdirektorin), 1. Mirra Andreeva, 2. Anastasia Potapova, Barbara Schett-Eagle (Turnierbotschafterin).

Das Jubiläumsturnier des Upper Austria Ladies Linz ist mit einem Sieg der Topfavoritin zu Ende gegangen. Die Weltranglistenzehnte Mirra Andreeva hat die 35. Ausgabe des Linzer Damentennisklassikers für sich entschieden. Im Finale im ausverkauften Design Center Linz setzte sich die Russin gegen Lokalmatadorin Anastasia Potapova (WTA 97) mit 1:6, 6:4, 6:3 durch. Die 18-Jährige ist damit die erste Top-Ten-Spielerin seit der Slowakin Dominika Cibulková vor zehn Jahren, die sich in Linz in die Siegerinnenliste einträgt. Damit hat es für Potapova bei ihrem Heimturnier nicht ganz für den großen Coup gereicht. Sie hatte als erste Österreicherin überhaupt das Endspiel beim WTA-Heimturnier erreicht.

Traumstart am Ende zu wenig

Potapova war von Beginn an anzumerken, wie sehr sie die lautstarke Unterstützung des heimischen Publikums genoss und spielte in ihrem ersten WTA-Finalspiel als Österreicherin befreit auf. Sie drängte Andreeva immer wieder in die Defensive, machte gegen die etwas ungeduldig spielende Teenagerin kaum Fehler und nützte ihre drei Breakchancen allesamt konsequent. Die Folge: Nach gerade einmal 29 Minuten feierten die 2500 Tennisfans ein überzeugendes 6:1 der Hausherrin. Bei dieser schlichen sich aber im Verlauf des Matches einige kleinere Unkonzentriertheiten und vermeidbare Fehler ein. „Mighty“ Mirra Andreeva hatte sich auch nach dem verlorenen ersten Satz nichts anmerken lassen, blieb mental stabil und fand über ihren starken Aufschlag und mutiges Angriffstennis nicht nur einen Weg zurück in das Finale, sondern schaffte mit einem 6:4 auch den durchaus verdienten Satzausgleich und verschaffte ihrer Erleichterung mit einem lauten Schrei Luft.

Während bei der aggressiven Potapova nun die Nerven immer mehr eine Rolle spielten und sich auch die Belastungen einer langen Turnierwoche bemerkbar machten, war Andreeva nun die Spielerin, die sich besser bewegte und die auch das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite hatte. So schaffte sie mit einem Netzroller das letztlich entscheidende Break, verwandelte nach knapp zwei Stunden ihren zweiten Matchball und bejubelte den größten Sandplatztitel ihrer Karriere. „Anastasia hat gerade am Anfang wirklich sehr gut gespielt und hat viele direkte Punkte erzielt. Ich bin einfach glücklich, dass ich im zweiten Satz die Lösung gefunden habe, um dieses Match zu drehen. Es ging für mich darum, wieder aktiver in den Beinen zu sein. Ich habe dann nach einiger Zeit wesentlich sicherer gespielt und bin froh, wieder zurückgekommen zu sein“, bilanzierte Andreeva, die gleich bei ihrer Linz-Premiere den Titel abräumen konnte.

Potapova zufrieden: „Es war so eine positive Woche und auch kein schlechtes Finale“

Potapova zeigte sich trotz der Finalniederlage überaus zufrieden mit ihrer Leistung in dieser Woche: „Ich fühle mich gerade ziemlich müde, dazu kommen die ganzen Emotionen. Es war so eine positive Woche und auch kein schlechtes Finale. Ich habe versucht, alles zu geben und werde nur das Positive aus dem Match mitnehmen", resümierte die erste österreichische Finalistin in der Turnierhistorie. In der neuen Weltrangliste verbesserte sich Andreeva auf Platz neun und überholt mit Victoria Mboko (Kanada) die zweite Teenagerin in den Top Ten. Potapova hingegen rangiert nach ihrem ersten Endspieleinzug bei einem WTA-500-Event nun auf Platz 54 und ist damit die neue österreichische Nummer eins. Der Doppelbewerb in Linz ging an Sorana Mihaela Cirstea und Shuai Zhang. Die Rumänin und die Chinesin konnten sich, anschließend an das Einzelfinale, im Endspiel am Sonntagabend gegen die beiden Tschechinnen Jesika Malecková und Miriam Skoch mit 6:3, 6:2 behaupten.

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